Tauche ein in die Welt von Mittelerde

Inhaltsverzeichnis

  • Peregrin Tuk, genannt Pippin, ist der jüngste der vier Hobbits in der Gemeinschaft des Ringes. Seine unbedachte Neugier führt ihn dazu, in den Palantír von Orthanc zu blicken und sich damit direkt Sauron zu offenbaren – ein Fehler, der ihn geradewegs nach Minas Tirith führt, wo er als Wache in den Dienst des Truchsesses Denethor II. tritt. Nach dem Ringkrieg wird er 32. Thain des Auenlandes und gilt als der größte Hobbit, von dem je berichtet wurde.

    Name und Bedeutung

    AspektAngabe
    NamePeregrin Tuk
    RufnamePippin
    RasseHobbit
    Geboren1390 Auenlandzeitrechnung (2990 D.Z.) – jüngstes Mitglied der Gemeinschaft
    HerkunftTuklinge, Große Smials im Tukburg
    FamilieVater: Paladin Tuk II. (später Thain); verwandt mit Merry und Frodo
    Später Titel32. Thain des Auenlandes

    Der Name „Peregrin“ bedeutet im Lateinischen „der Wandernde, Fremde“ – ein passender Name für einen Hobbit, der Mittelerde weiter bereist als fast jeder andere seines Volkes. Die Verkleinerungsform „Pippin“ ist zugleich ein englisches Wort für eine kleine Apfelsorte, was zu Späßen über seine Statur passt, bevor er im späteren Verlauf der Geschichte ungewöhnlich groß wird (siehe unten).

    Herkunft

    Pippin stammt aus der angesehenen Familie der Tuks und ist Sohn Paladins II., der später selbst Thain des Auenlandes wird. Über seine Mutter ist er mit Merry verwandt – beide sind Cousins, keine Brüder, auch wenn sie in Suchanfragen häufig verwechselt werden. Von den vier Hobbits der Gemeinschaft ist Pippin der Jüngste und zu Beginn der Reise noch nicht einmal volljährig nach Auenland-Maßstäben.

    Rolle im Ringkrieg

    Von Hobbingen bis Bruchtal

    Pippin gehört zur „Verschwörung“ um Merry, die beschließt, Frodo auf seiner gefährlichen Reise zu begleiten. Gemeinsam durchqueren sie den Alten Wald, geraten in Bree in Gefahr und erreichen schließlich Bruchtal, wo Pippin trotz seiner Jugend als vollwertiges Mitglied in die neu gegründete Gemeinschaft des Ringes aufgenommen wird.

    Gefangennahme und Flucht nach Fangorn

    Am Amon Hen werden Pippin und Merry von Uruk-hai gefangen genommen. Auf dem Gewaltmarsch nach Isengart gelingt es Pippin, unbemerkt Spuren zu hinterlassen, die Aragorn, Legolas und Gimli bei der Verfolgung helfen. Nach der Flucht in den Fangorn-Wald trinkt Pippin gemeinsam mit Merry vom Ent-Trunk Baumbarts – wovon beide Hobbits in den folgenden Monaten spürbar in die Höhe schießen.

    Der Palantír-Zwischenfall

    Bei der Zerstörung Isengarts findet Pippin einen der Palantíri (Sehsteine) in den Trümmern und kann seiner Neugier nicht widerstehen: Nachts, während Gandalf schläft, blickt er hinein – und offenbart sich damit direkt Sauron, der ihn für den Ringträger hält. Gandalf erkennt sofort die Gefahr und reitet noch in derselben Nacht mit Pippin auf Schattenfell nach Minas Tirith, um sowohl Pippin vor weiterem Schaden zu bewahren als auch Truchsess Denethor vor der drohenden Gefahr zu warnen.

    Wache der Zitadelle von Gondor

    In Minas Tirith angekommen, bietet Pippin aus Dankbarkeit für Boromirs Tod (der ihn und Merry am Amon Hen unter Einsatz seines Lebens verteidigt hatte) Truchsess Denethor II. seine Dienste an und wird als Mitglied der Wache der Zitadelle vereidigt – in schwarz-silberner Livree. Während der Belagerung Minas Tiriths erlebt Pippin aus nächster Nähe mit, wie Denethor dem Wahnsinn verfällt. Als der Truchsess plant, sich und den bewusstlosen, für tot gehaltenen Faramir bei lebendigem Leib zu verbrennen, alarmiert Pippin Gandalf und den Wächter Beregond rechtzeitig, um Faramirs Leben zu retten.

    Die Schlacht am Schwarzen Tor

    In der letzten großen Schlacht des Ringkriegs am Morannon kämpft Pippin als vollwertiger Krieger in Gondors Reihen. Er tötet einen Bergtroll, der auf ihn stürzt und ihn unter sich zu begraben scheint – als seine Gefährten ihn später bergen, wird er zunächst für tot gehalten, überlebt jedoch.

    Rückkehr ins Auenland

    Nach Aragorns Krönung kehren Pippin und Merry als Kriegshelden ins Auenland zurück und führen gemeinsam den Widerstand gegen Sarumans Schergen in der Schlacht von Wasserau an.

    Beziehungen

    Schicksal

    Nach dem Tod seines Vaters wird Pippin 32. Thain des Auenlandes. Er heiratet Diamant von Langental und gilt der Überlieferung nach als der größte Hobbit, von dem je berichtet wurde – eine Spätfolge des Ent-Trunks aus dem Fangorn-Wald. Im hohen Alter reist er gemeinsam mit Merry noch einmal nach Rohan und schließlich zu König Elessar nach Gondor, wo beide sterben und mit besonderer Ehre unter den Königen Gondors bestattet werden.

    Häufig gestellte Fragen zu Pippin

    Sind Merry und Pippin Brüder?

    Nein, sie sind Cousins. Beide gehören der weitläufig verwandten Tuk-Brandybock-Beutlin-Familie des Auenlandes an, sind aber keine leiblichen Geschwister.
    → Mehr dazu: Merry (Meriadoc Brandybock)

    Wie alt ist Pippin im Herrn der Ringe?

    Pippin wurde 1390 Auenlandzeitrechnung (2990 D.Z.) geboren und ist mit rund 28 Jahren beim Aufbruch aus dem Auenland (3018 D.Z.) das jüngste Mitglied der Gemeinschaft des Ringes.

    Warum schaut Pippin in den Palantír?

    Aus reiner Neugier – er kann nicht widerstehen, den geheimnisvollen Sehstein zu untersuchen, den die Gefährten in den Trümmern Isengarts finden, während Gandalf schläft. Dabei gerät er direkt in Kontakt mit Sauron.

    Stirbt Pippin im Herrn der Ringe?

    Nein. In der Schlacht am Morannon wird er zwar von einem Bergtroll unter sich begraben und zunächst für tot gehalten, überlebt aber. Er stirbt erst im hohen Alter, viele Jahrzehnte nach dem Ringkrieg, in Gondor.

    Warum wird Pippin größer als andere Hobbits?

    Weil er im Fangorn-Wald gemeinsam mit Merry vom Ent-Trunk Baumbarts trinkt – dieser lässt beide Hobbits ungewöhnlich in die Höhe wachsen. Pippin gilt danach als der größte Hobbit, von dem je berichtet wurde.
    → Mehr dazu: Ents und Huorns – Die Hüter der Olvar

    Was ist die „Tuk-Ader“?

    Damit bezeichnen die Hobbits des Auenlandes eine gewisse Abenteuerlust und Exzentrik, die in der Familie Tuk immer wieder auftritt – ein Charakterzug, der sich sowohl bei Bilbo Beutlin (dessen Großmutter eine Tuk war) als auch bei Pippin selbst deutlich zeigt.

    Buchquellen

    Weiterführende Seiten

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