John Ronald Reuel Tolkien (3. Januar 1892 – 2. September 1973), kurz J.R.R. Tolkien, war ein britischer Schriftsteller, Philologe und Professor an der Universität Oxford. Sein Roman Der Herr der Ringe gilt als eines der meistgelesenen Bücher des 20. Jahrhunderts und legte den Grundstein der modernen Fantasy-Literatur. Was viele nicht wissen: Mittelerde entstand nicht als bloßes Gedankenspiel, sondern über Jahrzehnte hinweg aus Tolkiens Liebe zu Sprachen, seinen Kriegserfahrungen und seinem tiefen Glauben.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Vollständiger Name | John Ronald Reuel Tolkien |
| Geboren | 3. Januar 1892, Bloemfontein, Oranje-Freistaat (heute Südafrika) |
| Gestorben | 2. September 1973, Bournemouth, England (81 Jahre) |
| Beruf | Schriftsteller, Philologe, Professor für Altenglisch/Angelsächsisch (Oxford) |
| Bekannteste Werke | Der Hobbit (1937), Der Herr der Ringe (1954/55), Das Silmarillion (postum 1977) |
| Ehefrau | Edith Bratt (verheiratet 1916) |
| Kinder | John Francis Reuel, Michael Hilary Reuel, Christopher Reuel, Priscilla Anne Reuel |
| Auszeichnung | Commander of the Order of the British Empire (CBE, 1972) |
Tolkien wurde 1892 in Bloemfontein geboren, wo sein Vater als Bankmanager arbeitete, und verlor ihn bereits im Alter von vier Jahren. Nach dem Umzug nach England mit seiner Mutter Mabel wuchs er im ländlichen Sarehole bei Birmingham auf – jener Landschaft, die später zur Vorlage für das Auenland wurde. Nach dem frühen Tod auch seiner Mutter 1904 kam Tolkien unter die Vormundschaft von Pater Francis Morgan.
An der Universität Oxford entdeckte Tolkien seine Leidenschaft für alte Sprachen – Altenglisch, Altnordisch und autodidaktisch Finnisch, das ihn zur Entwicklung seiner eigenen Elbensprachen inspirierte. Nach seinem Kriegsdienst an der Somme im Ersten Weltkrieg arbeitete er zunächst am Oxford English Dictionary, bevor er 1920 eine Dozentur in Leeds und 1925 schließlich den Lehrstuhl für Angelsächsisch in Oxford übernahm, den er bis 1945 innehatte (danach bis 1959 den Lehrstuhl für englische Sprache und Literatur).
Aus seiner selbst entwickelten Mythologie – ursprünglich als sprachliches Gedankenspiel begonnen – entstanden Der Hobbit (1937) und Der Herr der Ringe (1954/55). Das Silmarillion, die Vorgeschichte Mittelerdes, veröffentlichte sein Sohn Christopher erst 1977 postum.
J.R.R. Tolkien (John Ronald Reuel Tolkien, 1892–1973) war ein britischer Schriftsteller und Philologe, Professor an der Universität Oxford und Schöpfer der Mythenwelt Mittelerde, bekannt vor allem durch Der Hobbit und Der Herr der Ringe.
Die Initialen stehen für seinen vollen Namen: John Ronald Reuel Tolkien. Von seiner Familie wurde er meist „Ronald“ genannt.
Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein (heute Südafrika) geboren und starb am 2. September 1973 im Alter von 81 Jahren in Bournemouth, England.
Zu Lebzeiten veröffentlichte Tolkien vor allem Der Hobbit (1937) und Der Herr der Ringe (1954/55) sowie wissenschaftliche Arbeiten wie den Essay Beowulf: The Monsters and the Critics. Weitere Werke wie Das Silmarillion und die zwölfbändige History of Middle-earth gab erst sein Sohn Christopher nach Tolkiens Tod heraus. Die vollständige Übersicht findest du in der Bibliographie.
Tolkien war Philologe und Hochschullehrer: Von 1925 bis 1945 hatte er den Lehrstuhl für Angelsächsisch (Altenglisch) in Oxford inne, von 1945 bis zu seiner Emeritierung 1959 den Lehrstuhl für englische Sprache und Literatur.
Ja – zu unterscheiden von den Verfilmungen seiner Bücher gibt es auch Filme über sein Leben, etwa die Filmbiographie Tolkien (2019) von Dome Karukoski. Diese Website konzentriert sich inhaltlich ausschließlich auf Tolkiens eigene Bücher und Briefe, nicht auf Verfilmungen oder Adaptionen.
Tolkien selbst sagte sinngemäß, er habe Mittelerde nicht erfunden, sondern „wiederentdeckt“. Wesentliche Einflüsse waren altenglische und altnordische Heldensagen wie Beowulf, seine Liebe zu Sprachen (besonders Finnisch und Walisisch) sowie eigene Kindheits- und Kriegserfahrungen.