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Ereinion Gil-galad ist der letzte Hochkönig der Noldor in Mittelerde – der mächtigste Elbenherrscher des Zweiten Zeitalters und Anführer des Letzten Bundes von Elben und Menschen gegen Sauron. Er fiel im Kampf vor den Toren Barad-dûrs, als er gemeinsam mit Elendil von Númenor Sauron direkt bekämpfte. Beide starben; aber Sauron verlor seinen Körper und den Ring – ein Sieg, der mit dem höchsten Preis bezahlt wurde.


Steckbrief

  
Vollständiger NameEreinion Gil-galad
VolkElb (Noldor)
VaterFingon (eine Überlieferung) / Orodreth (andere Überlieferung)
HerrschaftLindon, Küstenreich des westlichen Mittelerdes
VerbündeterElendil von Númenor (Letzter Bund)
WaffeAeglos – der Speer des Winters; sein Speer war berühmt und gefürchtet
Gestorben3441 DZ (Zweites Zeitalter), vor Barad-dûr
Berichtet von Sam„Gil-galad war ein Elbenkönig…“ – Samlied im HdR
HauptquelleDas Silmarillion; Der Herr der Ringe, Buch I, Kap. 11

Namen und Bedeutung

NameSpracheBedeutung
Gil-galadSindarin„Stern des hellen Lichts“ (gil = Stern/Licht, calad = Licht)
EreinionSindarin„Spross der Könige“ – Herkunftsname

Der Name Gil-galad beschreibt seinen Ruf: Er war wie ein Stern im Kampf, sein Schild und seine Rüstung funkelten, und kein Feind konnte seinen Glanz ertragen.


Herkunft

Die Abstammung Gil-galads ist in Tolkiens Texten uneinheitlich. In verschiedenen Fassungen ist er der Sohn Fingons (Sohn Fingolfins, des Hochkönigs der Noldor) oder der Sohn Orodreths (Sohn Angrod). Tolkien hat diese Frage nie abschließend gelöst. Die bekannteste Fassung – die Christopher Tolkien im Silmarillion verwendete – macht ihn zum Sohn Fingons.

Er wurde von seinem Vater nach Círdans Schiffhafen im Westen Beleriands geschickt – noch ein Kind –, als die Lage im Ersten Zeitalter hoffnungslos wurde. So überlebte er den Fall Gondolins und die Vernichtung Beleriands.


Herrschaft über Lindon

Nach dem Krieg des Zorns am Ende des Ersten Zeitalters, als Beleriand im Meer versank, errichtete Gil-galad sein Reich Lindon – den westlichsten Teil Mittelerdes, der noch bestand. Lindon ist das Land hinter den Blauen Bergen (Ered Luin), an den Gestaden des Großen Meeres.

Hier, nahe den Grauen Anfurten (Grey Havens), herrschte Gil-galad über die restlichen Noldor und Sindar Mittelerdes. Círdan der Schiffbauer war sein engster Verbündeter. Lindon wurde zum kulturellen Mittelpunkt der Elben in Mittelerde im Zweiten Zeitalter.


Gil-galad und die Ringe der Macht

Als der verkleidete Sauron (als Annatar) in Lindon erschien und Zugang begehrte, erkannte Gil-galad ihn sofort als Gefahr und wies ihn ab – ebenso wie Elrond. Elrond schickte Gil-galad eine Warnung, als Sauron in Eregion aufgenommen wurde; Gil-galad riet zur Vorsicht. Vergeblich.

Nach der Enthüllung Saurons und der Zerstörung Eregions sandte Gil-galad Elrond mit einem Heer zur Hilfe – aber die Rettung kam zu spät. Eregion fiel.

Gil-galad erhielt den Elbenring Vilya (Ring der Luft, mit Saphir) – den mächtigsten der drei Elbenringe – von Celebrimbor. Er trug ihn, bis er ihn vor seinem Tod an Elrond weitergab.


Der Letzte Bund

Als Sauron im späten Zweiten Zeitalter (um 3261 DZ) die Oberhand über fast ganz Mittelerde gewann, schlossen Gil-galad und Elendil von Númenor – der Überlebende des Untergangs Númenors – den Letzten Bund von Elben und Menschen: das mächtigste Heer, das seit dem Krieg des Zorns zusammengekommen war.

Der Marsch begann 3434 DZ. Das Heer des Letzten Bundes zog nach Mordor und belagerte sieben Jahre lang Barad-dûr.

Sam erinnert sich an das Lied von Gil-galad:

„Gil-galad war ein Elbenkönig, Von ihm singen die Harfner traurig. Sein Schild funkelte in Silber und Weiß; Sein Speer war lang, sein Horn hoch.“

Der Herr der Ringe, Die Gefährten, Buch I, Kap. 11: „Ein Messer in der Dunkelheit“


Tod vor Barad-dûr (3441 DZ)

Im Jahr 3441 DZ stieg Sauron selbst aus Barad-dûr herab und trat den Anführern des Bundes entgegen. Gil-galad und Elendil griffen ihn gemeinsam an – und beide starben dabei. Saurons Körper wurde vernichtet; aber Isildur, Elendils Sohn, schnitt mit dem Scherben von Narsil den Ring von Saurons Finger.

Gil-galad und Elendil griffen Sauron an, und drei blieben beim Ringen auf dem Feld zurück. Isildur allein überlebte.

Das Silmarillion, „Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter“

Mit Gil-galads Tod endete das Zweite Zeitalter. Kein Hochkönig der Noldor sollte ihm in Mittelerde mehr folgen.


Gil-galads Speer: Aeglos

Gil-galads Waffe war der Speer Aeglos (Sindarin: „Schneeähre“ oder „Eiszapfenpflanze“) – so gefürchtet wie Narsilens Schärfe und Glamdrings Klang. Die Überlieferung sagt: Nichts konnte Aeglos widerstehen; kein Feind, dem er ihn entgegenreckte, überlebte.


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FAQ: Häufige Fragen zu Gil-galad

Wer ist Gil-galad?

Gil-galad (Ereinion Gil-galad) ist der letzte Hochkönig der Noldor in Mittelerde – der mächtigste Elbenherrscher des Zweiten Zeitalters. Er regierte Lindon an der Westküste Mittelerdes, schloss den Letzten Bund mit Elendil und fiel im Kampf gegen Sauron vor Barad-dûr im Jahr 3441 DZ.

Warum ist Gil-galad im Herrn der Ringe bekannt?

Sam zitiert ein Fragment eines Liedes über Gil-galad, als die Gemeinschaft durch die Dunkelheit am Fuß der Wetterspitze zieht. Das Lied – „Gil-galad war ein Elbenkönig…“ – ist eines der wenigen Zitate aus dem Zweiten Zeitalter im Herrn der Ringe selbst.

Welcher Elbenring gehörte Gil-galad?

Gil-galad trug Vilya, den Ring der Luft mit dem blauen Saphir – den mächtigsten der drei Elbenringe. Vor seinem Tod gab er ihn an Elrond weiter, der ihn fortan in Bruchtal trug.

Wie starb Gil-galad?

Gil-galad und Elendil kämpften gemeinsam direkt gegen Sauron vor den Toren Barad-dûrs. Beide fielen in diesem Kampf; Saurons Körper wurde dabei vernichtet. Elendils Sohn Isildur schnitt daraufhin den Einen Ring von Saurons Finger.


Quellen

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