Das Dritte Zeitalter vor dem Ringkrieg umfasst rund 3000 Jahre – von Isildurs Tod auf den Schwertelfeldern bis zum Vorabend des Ringkriegs 3018 D.Z. Es ist das Zeitalter Arnors und Gondors: der langsame Niedergang des Nordreichs bis zu seiner Zerstörung durch den Hexenkönig von Angmar, der Bürgerkrieg um Gondors Thron (Sippenstreit), sowie das schleichende Wiedererstarken Saurons in Dol Guldur, zunächst unerkannt.
Steckbrief
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Zeitraum | 3 D.Z. – 3018 D.Z. |
| Zentrale Ereignisse | Untergang Arnors (1974), Sippenstreit in Gondor (1432–1448), Ankunft der Istari (ca. 1000–1050), Saurons Rückkehr nach Dol Guldur |
| Wichtigste Werke | Der Herr der Ringe, Anhang A und B; Der Hobbit (spielt 2941 D.Z.) |
Für die Eldar, die noch in Mittelerde weilten, waren es die Jahre des Schwindens, denn immer mehr wanderten zu den Grauen Anfurten, dem letzten Hafen an den westlichen Küsten. Dort lebte Círdan, der Schiffbauer und wartete auf die, die in die Unsterblichen Landen segeln wollten, bis auch er das letzte Schiff besteigen würde.
Isildur hatte den Herrscherring aus Saurons Hand geschnitten und nun die Chance, dem Bösen für immer das Handwerk zu legen, indem er den Ring in die Klüfte des Schicksalsberges warf. Doch er versagte. Er unterlag der Macht des Ringes und behielt ihn als Erbstück seines Königshauses für sich.
Im zweiten Jahr des DZ wurde Isildur mit seinem Heer, in dem auch seine drei Söhne ritten, westlich des Düsterwaldes von Orks überfallen. Dies war die Schlacht auf den Schwertelfeldern, in der Isildur und seine Söhne den Tod fanden und der Eine Ring verloren ging.
Das vereinte Königreich zerfiel in Arnor und Gondor, und alle Nachkommen der Dúnedain waren aufgrund von Isildurs Versagen verflucht. Laut einer Voraussage konnte eine Wiedervereinigung nur geschehen, wenn der Ring der Macht vernichtet würde und Elendils rechtmäßiger Erbe den Thron besteige.
Die Macht Gondors wuchs stetig und erreichte im 11. Jahrhundert ihren Höhepunkt, als die Ostlinge, die immer wieder den Frieden störten, bis ans Meer von Rhûn zurückgedrängt wurden und die Menschen von Harad unterjocht wurden. Das Königreich Arnor hielt seine Macht noch bis ins 9. Jahrhundert, zerfiel dann aber aufgrund innerer Zwistigkeiten in drei Staaten. Im 11. Jahrhundert fiel ein Schatten des Bösen auf den Grünwald, den die Weisen nicht einordnen konnten. Er wurde in Düsterwald umbenannt.
Zu dieser Zeit begannen auch die Periannath, die Hobbits, in Eriador zu siedeln. Doch bis zum Ende des Dritten Zeitalters war von ihnen nicht viel zu hören, da sie sich lieber unter ihresgleichen aufhielten, statt sich mit dem „Großen Volk” abzugeben.
Um das Jahr 1000 kamen die Istari nach Mittelerde. Von den Valar, den Herren des Westens, gesendet, war es ihre Aufgabe, den Menschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die bedeutendsten unter ihnen waren Saruman und Gandalf.
Sie und die Eldar erkannten, dass sich eine böse Macht im Süden des Düsterwaldes in Dol Guldur verschanzt hatte. Sie nahmen jedoch irrtümlicherweise an, dass es sich dabei um einen der Nazgûl handelte.
Während Sauron, der in Wirklichkeit dort hauste, erstarkte und immer mehr böse Wesen Mittelerde heimsuchten, zog um 1300 des Dritten Zeitalters der Anführer der Nazgûl, der Hexenkönig von Angmar, nach Arnor, um es zu überfallen und das Land mit Krieg zu überziehen. In den darauffolgenden Jahrhunderten verstärkte er seine Bemühungen, Arnor zu vernichten, bis schließlich im Jahr 1974 des Dritten Zeitalters (DZ) Fornost, die „Nördliche Festung“ und Hauptstadt des Dúnedain-Königreichs Arnor, fiel und das Land für die Menschen endgültig verloren war.
Im südlichen Reich Gondor war inzwischen der Sippenstreit ausgebrochen. Einige Mitglieder der königlichen Familie waren unzufrieden damit, dass der Vater des amtierenden Königs Eldacar den Nordmenschen zugeneigt war. Sie hielten ihn außerdem für den falschen Herrscher, da er nicht reines Dúnadan-Blut besaß. Eldacar wurde verbannt und der grausame Anführer der Flotte, Castamir, riss die Krone an sich. Doch einige Jahre später kehrte Eldacar mit vielen Nordmenschen zurück und stürzte Castamir mit Hilfe des Volkes von Gondor.
Um 1636 wurden viele Gebiete des Königreichs Gondor entvölkert, als die Große Pest ausbrach, für die Sauron verantwortlich war. Ein weiteres großes Verhängnis war die Invasion der Wagenfahrer, die Gondor im 19. und 20. Jahrhundert überzogen. Gut bewaffnete Ostlinge hatten sich zusammengeschlossen, waren ins Land eingefallen, konnten zwar zurückgedrängt werden, hatten Gondor jedoch geschwächt. Denn nichts anderes hatte Sauron im Sinn. Um die Dúnedain zu vernichten und die Macht über Mittelerde auszuüben, musste er sie schwächen und Uneinigkeit säen.
Nun hatte der Hexenkönig von Angmar, der im Jahr 2000 des Dritten Zeitalters aus Mordor auftauchte, Gelegenheit, das südliche Königreich ebenso wie schon das nördliche an sich zu reißen. Er besetzte Minas Ithil und benannte die Stadt in Minas Morgul um.
Im Jahr 2050 wurde der letzte König von Gondor, Earnur, erschlagen, und das einst mächtige Königreich existierte fortan nicht mehr. Von diesem Zeitpunkt an wurde Gondor nur noch von Truchsessen regiert.
Während die Macht der Dúnedain schwand, wuchs die des Herrschers Sauron in Mordor. Seine dunklen Geschöpfe gewannen an Stärke, und seine Verbündeten – darunter Ostlinge, Schwarze Númenórer, Korsaren und Dunländer – griffen die letzten Stämme der Dúnedain an.
Als Sauron seinen Machtgipfel erreicht hatte, begann er den Ringkrieg, der am 25. Februar 3019 des Dritten Zeitalters mit der Schlacht an den Isenfurten ausbrach. Er wollte seine gesamte erworbene Stärke und Hexenkraft einsetzen – mit Hilfe seiner bösen Geschöpfe wie Orks, Trolle, Uruk-hai und seiner menschlichen Untertanen –, um die Dúnedain endgültig und auf ewig zu vernichten.
Dabei hatte er jedoch die Rechnung ohne die tapferen Hobbits gemacht, die bis zu diesem Zeitpunkt im Lauf der Geschichte keine große Rolle gespielt hatten, sowie ohne ein bedauernswertes Wesen namens Gollum. Sie waren unter anderem dafür verantwortlich, dass der Eine Ring, die Quelle seiner Macht, vernichtet wurde, seine Festung Barad-dûr fiel und er selbst gestürzt wurde.
Danach bestieg Elessar, der rechtmäßige Erbe Elendils, den Thron und Arnor und Gondor waren wieder zum gemeinsamen Königreich vereint. Mit der Vernichtung des Einen Rings verloren die drei Elbenringe ihre Wirkung. Die letzten Elbenfürsten verließen Mittelerde, um den Menschen das Feld zu überlassen.
Das Dritte Zeitalter der Sonne endete.
Die wichtigsten Ereignisse des Dritten Zeitalters – vor dem Ringkrieg
Jahr | Ereignis |
2 | Isildur pflanzt einen Sämling des Weißen Baumes in Minas Anor, das später Minas Tirith genannt wird. Nach dem Krieg des Letzten Bündnisses bleibt er noch insgesamt zwei Jahre im Süden, um Anárions Sohn Meneldil in die Regierungsgeschäfte einzuweisen. Danach zieht er nach Norden, um Arnor zu regieren. Bei den Schwertelfeldern wird er von einem Orktrupp überfallen und zusammen mit seinen anderen Söhnen erschlagen. Der Eine Ring, den Isildur als Siegeszeichen behalten hatte, statt ihn nach der Schlacht im Schicksalsberg zu vernichten, fällt in den Anduin und bleibt lange verschwunden. |
3 | Ohtar, Isildurs Knappe, dem auf den Schwertelfeldern das Verhängnis erspart blieb, bringt die Bruchstücke von Narsil nach Bruchtal, wo sie von Elrond aufbewahrt werden. Zur Erklärung: Narsil, das Schwert Elendils, zerbrach, als dieser im Kampf gegen Sauron fiel. Elendils Sohn Isildur trug die Bruchstücke danach stets bei sich. |
10 | Valandil wird König von Arnor. |
109 | Elrond heiratet Celebrían, die Tochter von Celeborn und Galadriel. |
130 | Geburt von Elladan und Elrohir, den Söhnen Elronds und Celebríans. |
241 | Geburt von Arwen, Tochter von Elrond und Celebrían. |
420 | König Ostoher von Gondor baut Minas Anor zur Festung um. |
490 | Erstes Eindringen der Ostlinge in Gondor. |
500 | König Rómendacil I. von Gondor besiegt die Ostlinge. |
541 | Rómendacil I. im Kampf mit weiteren Ostlingen erschlagen. |
830 | Mit Falastur beginnt die Linie der Schiffskönige von Gondor. Sie bauen eine große Flotte auf und liegen im ständigen Krieg mit Umbar. Umbar war im Zweiten Zeitalter der Haupthafen der Königsanhänger von Númenor. Nach dem Untergang Númenors blieben die in Umbar ansässigen Königsanhänger ständige Feinde der ehemaligen „Getreuen” von Gondor. |
861 | König Earendur von Arnor stirbt. Da sich seine drei Söhne nicht auf einen Nachfolger einigen können, wird das Land in drei Teile geteilt: Es entstehen Arthedain, Cardolan und Rhudaur. |
933 | König Earnil I. von Gondor erobert Umbar, das eine Festung von Gondor wird. |
936 | Earnil I. auf See verschollen. |
1015 | König Ciryandil von Gondor bei der Belagerung Umbars durch die Südländer erschlagen. |
1050 | König Hyarmendacil von Gondor erobert Harad, das Reich der Haradrim, auch Südländer genannt. Damit erreicht Gondor den Gipfel seiner Macht. Zu dieser Zeit fällt ein Schatten auf den Großen Grünwald und die Menschen beginnen, ihn Düsterwald zu nennen. An den Grauen Anfurten landen die fünf Zauberer: Saruman der Weiße, Höchster des Ordens und mächtigster Zauberer, der sich vor allem mit der Ringkunde und den Menschen befasst und später in Isengart wohnt; Gandalf der Graue, der weiseste und mitfühlendste Zauberer, dessen besonderes Interesse den in Mittelerde verbliebenen Hochelben und später auch den Hobbits gilt, der aber keinen festen Wohnsitz hat; Radagast der Braune, der geringste an Macht und Wissen, der besondere Freund und Kenner aller Tiere und Pflanzen, der sich in Rhosgobel am Westrand des Düsterwaldes niederlässt; sowie zwei andere in blauen Gewändern, die in den Osten gehen und in den Aufzeichnungen Mittelerdes keine Erwähnung mehr finden. Die Hobbits werden zum ersten Mal in den Aufzeichnungen erwähnt, als die Harfüße über das Nebelgebirge nach Eriador ziehen. |
1100 | Die Zauberer und die führenden Elben entdecken, dass eine böse Macht im südlichen Düsterwald eine Festung im Hügel Dol Guldur angelegt hat. Sie nehmen an, dass es sich um einen der Nazgûl, auch Ringgeister genannt, handelt, die nach Saurons „Tod” lange Zeit verschwunden waren. |
1149 | Atanatar wird sechzehnter König von Gondor. Er wird „der Ruhmreiche“ genannt. |
1150 | Die Falbhäute wandern über das Nebelgebirge nach Eriador. Die Starren hingegen ziehen über den Rothornpass in den Winkel zwischen den Flüssen Weißquell und Lautwasser oder nach Dunland. |
1300 | Die Zahl der bösen Wesen nimmt wieder zu. Im Nebelgebirge nehmen die Orks an Zahl zu und greifen die Zwerge an. Die Nazgûl sind zurückgekehrt. Ihr Anführer, der Hexenkönig, zieht in den Norden und gründet das Reich Angmar. Die Hobbits wandern deshalb weiter nach Westen und lassen sich am Bruchtalberg nieder, wo sie zusammen mit Menschen dunländischer Abstammung leben. |
1356 | König Argeleb I. von Arthedain, dem größten und elbenfreundlichsten Teilreich des alten Arnor, wurde im Kampf mit Rhudaur, dem kleinsten und vom Hexenkönig am stärksten verdorbenen Teilreich des alten Arnor, erschlagen. In diesem Krieg ging es um den Besitz der Wetterspitze und ihres Turms, in dem einer der Palantíri, der sehenden Steine, aufbewahrt wurde. |
1409 | Der Hexenkönig von Angmar greift die drei Teilreiche Arnors an. König Arveleg I. von Arthedain wird erschlagen und der Turm auf der Wetterspitze mitsamt dem Palantír wird zerstört. Fornost, eine wichtige Festung Arthedains, und Tyrn Gorthad, die Hauptstadt Cardolans, des dritten Teilreichs, werden verteidigt, doch Rhudaur fällt vollständig an den Feind. |
1432 | König Valacar von Gondor stirbt. Um seine Nachfolge bricht ein Sippenstreit aus, der schließlich zum Bürgerkrieg wird. |
1437 | Osgiliath, die Hauptstadt Gondors, wird teilweise zerstört und der dortige Palantír vernichtet. Eldacar, der rechtmäßige König, flieht nach Rhovanion, während sein Sohn Ornendil ermordet wird. |
1447 | Eldacar kehrt mit einem großen Heer zurück und vertreibt den tyrannischen Thronräuber Castamir aus Osgiliath. Nach seiner Niederlage in der Schlacht an den Übergängen des Erui zieht er sich nach Pelargir zurück, wo er belagert wird. |
1448 | Die Aufrührer unter Castamir räumen Pelargir und erobern Umbar. Ihre Nachkommen werden als die Corsaren von Umbar bekannt. |
1540 | König Aldamir von Gondor fällt im Krieg gegen Harad und die Corsaren von Umbar. |
1551 | Hyarmendacil II. besiegt Harad, kann jedoch Umbar nicht besiegen. |
1601 | Viele Hobbits verlassen Bruchtal und erhalten von König Argeleb II. Von Arthedain das Auenland als Wohngebiet zugewiesen. |
1630 | Die Starren verlassen Dunland und ziehen ins Auenland. |
1634 | Die Corsaren verwüsten Pelargir und erschlagen König Minardil von Gondor. |
1636 | Die Große Pest verheert Gondor. König Telemnar und seine Kinder sterben. Der Weiße Baum von Minas Arnor geht ein. Die Pest breitet sich nach Norden und Westen aus und macht viele Teile von Eriador unbewohnbar. Im Auenland überleben die Hobbits, erleiden aber große Verluste. |
1640 | König Tarondor von Gondor verlegt den Königsitz von Osgiliath nach Minas Anor und pflanzt einen neuen Sämling des Weißen Baumes. Osgiliath wird daraufhin aufgegeben und verfällt. Zudem wird die Bewachung Mordors aufgegeben. |
1810 | König Telumehtar von Gondor erobert Umbar zurück und vertreibt die Corsaren. |
1851 | Die Angriffe der Wagenfahrer eines Ostlingsvolkes, das in der Schlacht Streitwagen in großer Zahl einsetzt, auf Gondor beginnen. |
1856 | Gondor verliert bis auf Ithilien alle Gebiete östlich des Anduin an die Wagenfahrer, König Narmacil II. fällt im Kampf. |
1899 | König Calimehtar besiegt die Wagenfahrer auf der Ebene von Dagorlad. |
1900 | Calimehtar baut den Weißen Turm in Minas Anor. |
1940 | Gondor und Arnor (Arthedain und Cardolan) nehmen wieder miteinander Verbindung auf und schließen ein Bündnis. König Arvedui von Arthedain heiratet Fíriel, die Tochter von König Ondoher aus Gondor. |
1944 | Ondoher fällt im Kampf gegen die Wagenfahrer. Sein Nachfolger, Earnil, besiegt die Südländer in Süd-Ithilien, gewinnt die „Schlacht des Lagers” und treibt die Wagenfahrer in die Totensümpfe. Arvedui von Arthedain erhebt Anspruch auf Gondor. |
1945 | Earnil wird als Earnil II. als König von Gondor bestätigt. |
1974 | Endgültiges Ende von Arnor: der Hexenkönig überrennt Arthedain und erobert die Festung Fornost. |
1975 | Arvedui aus Arthedain flieht zu den Lossoth, den Schneemenschen am Kap Forochel. Bei dem Versuch, mit dem Schiff nach Lindon zu gelangen, ertrinkt er. Mit ihm geht der Palantír von Annúminas, der Hauptstadt Arthedains, unter. König Earnur von Gondor landet mit einer großen Flotte an den Grauen Anfurten. In der Schlacht von Fornost besiegen die Streitkräfte von Gondor und Arnor, die sich mit Círdan und Elrond verbündet haben, den Hexenkönig. Sie verfolgen ihn, angeführt von Earnil II. und Elronds Heermeister Glorfindel, bis in die Ettenöden. Angmar wird zerstört und der Hexenkönig flieht aus dem Norden. |
1976 | Aranarth, der Sohn Arveduis, nimmt die Bezeichnung „Stammesführer der Dúnedain“ an. Die Erbstücke Arnors werden Elrond in Obhut gegeben. |
1977 | Frumgar, der Anführer der Éothéod, führt sein Reitervolk wegen den Wagenfahrern aus Rhovanion nach Norden, zu den Quellen des Anduin. |
1979 | Bucca vom Bruch wird der erste Thain des Auenlandes. |
1980 | Der Hexenkönig kommt nach Mordor und sammelt die anderen Nazgûl um sich. Ein Balrog erscheint in Khazad-dûm und erschlägt Durin IV. |
1981 | Náin I. wird in Khazad-dûm von Orks erschlagen. Die Zwerge verlassen Khazad-dûm, das danach Moria genannt wird. Auch viele Elben aus Lothlórien fliehen vor dem Balrog. Dabei gehen Nimrodel und ihr Geliebter, Amroth, König von Lórien, verloren. |
1999 | Thráin I. kommt zum Erebor und gründet ein Zwergenkönigreich „unter dem Berg“. |
2000 | Die Nazgûl verlassen Mordor und belagern Minas Ithil. |
2002 | Minas Ithil fällt, später wird es Minas Morgul genannt. Der dortige Palantír wird von den Nazgûl erbeutet. |
2043 | Earnur wird König von Gondor. Er wird vom Hexenkönig zum Zweikampf herausgefordert, lehnt aber ab. |
2050 | Die Herausforderung wird erneut erhoben. Earnur nimmt sie an und reitet nach Minas Morgul. Dort wird er in eine Falle gelockt und in Minas Morgul zu Tode gefoltert. Damit endet die Linie der Könige und Mardil wird der erste herrschende Truchsess von Gondor. |
2060 | Die Macht von Dol Guldur wächst. Die Weisen fürchten, Sauron könne wieder Gestalt annehmen. |
2063 | Gandalf geht nach Dol Guldur. Sauron zieht sich zurück und versteckt sich im Osten. Die Nazgûl verhalten sich ruhig in Minas Morgul. Der Wachsame Friede beginnt. |
2210 | Thorin I. (nicht Thorin Eichenschild) verlässt den Erebor und geht nach Norden ins Graue Gebirge, wo sich die meisten übriggebliebenen Zwerge sammeln. |
2340 | Isumbras I. wird dreizehnter Thain des Auenlandes; er ist der erste aus der Tuk- Linie. Die Altbocks besiedeln Bockland. |
2460 | Der Wachsame Friede endet. Sauron kehrt mit vermehrter Stärke nach Dol Guldur zurück. |
2463 | Der Weiße Rat wird gebildet. Seine Mitglieder sind Celeborn, Galadriel, Gandalf, Elrond und Saruman, der dessen Vorsitzender ist. Zu dieser Zeit findet Déagol den Einen Ring im Anduin und wird daraufhin von Sméagol ermordet. |
2470 | Etwa um diese Zeit versteckt sich Gollum im Nebelgebirge. |
2475 | Neuer Angriff auf Gondor. Osgiliath wird endgültig zerstört, seine große Steinbrücke stürtzt ein. |
2480 | Orks beginnen, geheime Festungen im Nebelgebirge anzulegen, um alle Pässe nach Eriador zu sperren. Sauron beginnt, Moria mit seinen Geschöpfen zu bevölkern. |
2509 | Auf dem Weg zu ihren Verwandten in Lothlórien wird Celebrían am Rothornpass von Orks überfallen und erleidet eine vergiftete Wunde. Elladan und Elrohir verfolgen die Orks und befreien sie. |
2510 | Celebrian, die von Elrond geheilt wurde, geht über das Meer. Orks und die Balchoth, ein neues Ostlingsvolk, greifen Calenardhon, den nördlichsten Teil Gondors, an. Cirion, der regierende Truchsess, ruft seine alten Verbündeten, die Éothéod, um Hilfe. Kurz bevor die Streitkräfte Gondors auf dem Feld von Celebrant eine Niederlage erleiden, erreicht Eorl der Junge mit seinen Reitern das Schlachtfeld und vernichtet den Feind vollständig. Cirion und Eorl schwören einen Eid, der sie zu engen Verbündeten macht, und Cirion schenkt Eorl aus Dank für die Hilfe ganz Calenardhon. |
2545 | Eorl fällt in einer Schlacht im Ödland. |
2569 | Brego, Eorls Sohn, vollendet die Goldene Halle von Meduseld. Die Éothéod lassen sich endgültig in Calenardhon nieder. Das Land nennen sie fortan Rohan und sich selbst Rohirrim. |
2570 | Baldor, Bregos Sohn, betritt die Pfade der Toten und kehrt nicht zurück. Etwa um diese Zeit erscheinen wieder Drachen im Norden und beginnen, die Zwerge anzugreifen. |
2589 | Dáin I. wird von einem Drachen erschlagen. |
2590 | Thrór kehrt zum Erebor zurück, sein Bruder Grór beginnt die Besiedelung der Eisenberge. |
2670 | Tobold pflanzt im Südviertel „Pfeifenkraut“ und begründet damit eine Hobbit-Tradition. |
2683 | Isegrim II. wird der zehnte Thain und beginnt den Bau der Tukhöhlen „Groß-Smials“. |
2698 | Ecthelion I. baut den Weißen Turm in Minas Anor wieder auf, das in Minas Tirith umbenannt wird. |
2740 | Orks dringen weit nach Eriador hinein. |
2747 | Bandobras Tuk besiegt eine Orkbande in der Schlacht von Grünfeld im Nordviertel des Auenlandes. |
2758 | Rohan wird sowohl von Westen als auch von Osten aus angegriffen und überrannt. Gondor wird von den Flotten der Korsaren von Umbar attackiert. König Helm von Rohan zieht sich in die Hornburg zurück und wird belagert. Wulf, der Anführer der Dunländer, erobert Edoras, die Hauptstadt Rohans. Der folgende Lange Winter bringt große Not und Tod nach Eriador und Rohan. Gandalf kommt den Hobbits zu Hilfe. |
2759 | Helm verlässt die Hornburg und erfriert im Schnee. Fréaláf vertreibt Wulf und begründet die zweite Linie der Könige von Rohan. Saruman lässt sich in Isengart nieder. |
2770 | Smaug greift den Erebor an und zerstört Thal. Thrór entkommt mit Thráin II. und Thorin II. Eichenschild. |
2790 | In seiner Verzweiflung geht Thrór, das Oberhaupt der Zwerge aus dem Hause Durin, nach Moria, wo er vom Orkhäuptling Azog erschlagen und geschändet wird. Die Zwerge rüsten sich für einen Rachekrieg. Gerontius Tuk wird geboren, der später als der Alte Tuk bekannt wird. |
2793 | Der Krieg der Zwerge gegen die Orks hat begonnen. Dank ihrer Wut sowie ihrer unvergleichlichen Waffen und Rüstungen bleiben die Zwerge siegreich. Sie plündern und zerstören jede Orkfestung zwischen dem Gundabadberg und Moria. |
2799 | Die Schlacht von Azanulbizar (auch Nanduhirion genannt) ist eine der bedeutendsten Schlachten in Mittelerde. Nach Anfangserfolgen werden die Zwerge zurückgedrängt, ihr Führer Náin wird von Azog erschlagen und Thorin Eichenschild wird verwundet. Mit dem Eintreffen der Zwerge aus den Eisenbergen wendet sich das Blatt. Ihr Anführer Dáin Eisenfuß stellt Azog auf der Schwelle des Osttores von Moria und enthauptet ihn. Die Zwerge siegen, doch fast die Hälfte von ihnen fällt oder wird schwer verwundet; von den Orks überlebt nur ein Bruchteil. Aufgrund des Balrogs können die Zwerge Moria nicht wieder in ihren Besitz bringen. Sie trennen sich: Dáin Eisenfuß zieht in die Eisenberge und Thráin II. mit seinem Sohn Thorin Eichenschild in die Blauen Berge. |
2800 | Nach dem Krieg kommen überlebende Orks nach Rohan und versuchen, sich im Weißen Gebirge niederzulassen. König Walda von Rohan wird von ihnen erschlagen. Es dauert 64 Jahre, bis die Orks wieder vertrieben sind. |
2841 | Thráin II. bricht mit einigen Verwandten zum Erebor auf, wird aber von Saurons Dienern verfolgt. |
2845 | Thráin II. wird gefangengenommen und in Dol Guldur eingekerkert, der letzte der Sieben Ringe der Zwerge wird ihm abgenommen. |
2850 | Gandalf begibt sich erneut nach Dol Guldur und entdeckt, dass dessen Herr tatsächlich Sauron ist. Sauron sammelt alle Ringe und forscht nach dem Einen Ring sowie dem Erben Isildurs. Er findet den sterbenden Thráin II. und erhält von ihm den Schlüssel und die Karte zum Erebor. |
2851 | Der Weiße Rat tritt zusammen. Gandalf drängt zu einem Angriff auf Dol Guldur, doch Saruman stimmt dagegen. Später wird klar, dass er den Einen Ring selbst besitzen will und hofft, der Ring werde sich auf der Suche nach seinem Herrn selbst offenbaren, wenn man Sauron eine Zeit lang in Ruhe lässt. Er beginnt, in der Nähe der Schwertelfelder zu suchen. |
2852 | König Belecthor II. von Gondor stirbt. Der Weiße Baum stirbt. Da kein neuer Sämling gefunden werden kann, lässt man den toten Baum stehen. |
2885 | Aufgewiegelt von Sauron überschreiten die Südländer den Poros und greifen Gondor an. Die Söhne von König Folcwine von Rohan fallen im Dienste von Gondor. |
2890 | Bilbo Beutlin wird im Auenland geboren. |
2901 | Die meisten der noch in Ithilien verbliebenen Einwohner ziehen wegen der Angriffe der Uruks, einer besonders großen und kräftigen Orkrasse aus Mordor, westlich über den Anduin. Der geheime Zufluchtsort Henneth Annûn wird errichtet. Er ist der größte Wachposten Gondors in Ithilien. |
2907 | Geburt von Gilraen, der Mutter von Aragorn. |
2911 | Der Grausame Winter. Der Brandywein und andere Flüsse sind zugefroren. Weiße Wölfe dringen aus dem Norden in Eriador ein. |
2912 | Große Überschwemmungen verwüsten die Gebiete Enedwaith und Minhiriath in Eriador. Tharbad wird dabei zerstört und von seinen Bewohnern verlassen. |
2920 | Tod des Alten Tuk. |
2929 | Arathorn, der Stammesführer der Waldläufer (auch ‚Dúnedain‘ genannt), heiratet Gilraen. |
2930 | Geburt von Denethor II. in Minas Tirith. |
2931 | Geburt von Aragorn, Arathorns und Gilraens Sohn, am 1. März. |
2933 | Arathorn im Kampf erschlagen. Gilraen bringt Aragorn nach Bruchtal. Elrond nimmt ihn als Pflegesohn auf und gibt ihm den Namen ‚Estel‘ („Hoffnung“). Seine Herkunft als direkter Nachfahre und Erbe Isildurs wird geheimgehalten. |
2939 | Saruman entdeckt, dass Saurons Diener den Anduin in der Nähe der Schwertelfelder absuchen. Er muss daher von der ungefähren Lage des Einen Rings sowie von der Existenz eines Erben Isildurs wissen. Saruman ist beunruhigt, teilt dies im Weißen Rat jedoch nicht mit. |
2941 | Thorin Eichenschild und Gandalf besuchen Bilbo in Beutelsend. Die Reise zum Erebor beginnt. Bilbo trifft Gollum und findet den Einen Ring. Gandalf verlässt die Zwerge, um an einer Sitzung des Weißen Rates teilzunehmen. Diesmal stimmt Saruman einem Angriff auf Sauron zu, da er verhindern will, dass dieser den Anduin weiter absucht. Sauron zieht sich aus Dol Guldur zurück und begibt sich nach Mordor, wie er es schon lange geplant hatte. Am Erebor kommt es zur Schlacht der Fünf Heere, in der Thorin Eichenschild fällt. Bard von Esgaroth tötet Smaug, als dieser Esgaroth angreift. Dáin Eisenfuß kommt aus den Eisenbergen und wird König unter dem Berg. |
2942 | Bilbo kehrt ins Auenland zurück. Sauron erreicht heimlich Mordor. |
2944 | Bard baut Thal wieder auf und wird dort König. Gollum verlässt das Nebelgebirge und beginnt, den ‚Dieb‘ des Ringes zu suchen. |
2948 | Théoden, Sohn König Thengels von Rohan, geboren. |
2951 | Sauron offenbart seine Absichten und entfaltet in Mordor seine volle Macht, indem er mit dem Wiederaufbau des Dunklen Turms beginnt. Gollum wandert bei seiner Suche in Richtung Mordor. Sauron schickt drei Nazgûl, auch Ringgeister genannt, nach Dol Guldur, um es wieder zu besetzen. Elrond offenbart Aragorn seine wahre Herkunft und übergibt ihm die Bruchstücke von Narsil. Arwen kehrt aus Lothlórien zurück und trifft Aragorn. Er verliebt sich in sie und zieht hinaus in die Wildnis. |
2953 | Es ist die letzte Zusammenkunft des Weißen Rates. Es wird über die Ringe gesprochen. Saruman behauptet, er habe herausgefunden, dass der Eine Ring den Anduin hinunter ins Meer gespült worden sei. Anschließend zieht er sich nach Isengart zurück, das eigentlich zum Königreich Gondor gehört, und baut es zur Festung aus. Da er Gandalf misstraut und fürchtet, lässt er ihn von Spähern überwachen. So bemerkt er Gandalfs Interesse am Auenland. Bald darauf setzt er Vertrauensleute im Südviertel und in Bruchtal ein. |
2954 | Der Schicksalsberg bricht wieder in Flammen aus. Die letzten Bewohner Ithiliens fliehen über den Anduin. |
2956 | Gandalf trifft Aragorn und ihre Freundschaft beginnt. |
2957-2980 | Aragorn unternimmt große Wanderungen und Fahrten. Unter dem Decknamen „Thorongil” dient er König Thengel von Rohan und Truchseß Ecthelion II. Von Gondor. |
2968 | Geburt von Frodo Beutlin im Auenland. |
2978 | Geburt von Boromir, dem ältesten Sohn von Denethor II. |
2980 | Aragorn reist nach Lórien (auch Lothlórien genannt) und trifft Arwen wieder. Er gibt ihr Barahirs Ring, ein Relikt aus dem Ersten Zeitalter, und die beiden verloben sich auf dem Berg Cerin Amroth. Um diese Zeit erreicht Gollum die Grenzen von Mordor und trifft auf Kankra, die Riesenspinne. Théoden wird König von Rohan. |
2983 | Geburt von Faramir, dem jüngeren Sohn Denethors II. Geburt von Samweis Gamdschie im Auenland. |
2984 | Tod von Ecthelion II. von Gondor. Sein Sohn Denethor II. wird neuer Truchsess. |
2989 | Balin verlässt mit einigen Begleitern den Erebor und geht nach Moria, um es wieder aufzubauen. |
2991 | Geburt von Éomer in Rohan. |
2994 | Orks töten Balin in Moria. Kurz darauf wird die Zwergensiedlung zerstört. |
2995 | Geburt von Éowyn, Éomers Schwester, in Rohan. |
3000 | Die Macht Mordors wächst. Saruman benutzt den im Orthanc (dem unzerstörbaren Turm von Isengart) aufbewahrten Palantír und gerät so unter den Einfluss Saurons, der den Palantír von Minas Morgul besitzt. Saruman wird endgültig zum Verräter. Seine Späher berichten ihm, dass das Auenland von den Waldläufern streng bewacht wird. |
3001 | Bilbos Abschiedsfest. Gandalf vermutet, dass Bilbos Ring der Eine ist. Die Bewachung des Auenlandes durch die Waldläufer wird verstärkt. Gandalf sucht Gollum und bittet Aragorn um Hilfe. |
3002 | Bilbo lässt sich als Gast Elronds in Bruchtal nieder. |
3004 | Gandalf besucht Frodo im Auenland und kommt in den nächsten vier Jahren mehrmals wieder. |
3007 | Brand, der Enkel von Bard, wird König von Thal. Tod von Aragorns Mutter Gilraen. |
3008 | Im Herbst besucht Gandalf Frodo zum letzten Mal. |
3009 | In den nächsten acht Jahren nehmen Gandalf und Aragorn von Zeit zu Zeit ihre Jagd nach Gollum wieder auf. Sie suchen im Tal des Anduin, im Düsterwald und in Rhovanion bis zu den Grenzen von Mordor. Irgendwann in dieser Zeit wagt sich Gollum nach Mordor vor und wird von Sauron gefangengenommen. Elrond ruft Arwen aus Lórien nach Bruchtal zurück, da es im Nebelgebirge gefährlich wird. |
3017 | Nachdem er verhört und gefoltert worden ist, wird Gollum von Sauron freigelassen. Aragorn nimmt ihn in den Totensümpfen gefangen und bringt ihn zu Thranduil in den Nördlichen Düsterwald. Gandalf reist nach Minas Tirith, wo er die Schriftrolle Isildurs liest, in der dieser den Einen Ring beschreibt. Nun ist Gandalf sicher, dass Frodos Ring der Eine ist. |
3018 | Beginn des Ringkrieges und damit der Handlung von „Der Herr der Ringe“. |
3021 | Elanor die Schöne, Samweis‘ Tochter, wird geboren. Mit diesem Tag begann das Vierte Zeitalter nach der Zeitrechnung von Gondor. |
Häufige Fragen
Wann endete das Königreich Arnor?
974 D.Z. wurde Arnors letztes Teilreich Arthedain vom Hexenkönig von Angmar zerstört; damit endete die Herrschaft der Könige im Norden endgültig – nur die Blutlinie als „Häuptlinge der Dúnedain“ bestand fort, bis sie in Aragorn wieder den Thron bestieg.
→ Mehr dazu: Das Bündnis zwischen Gondor und Arnor
Was war der Sippenstreit in Gondor?
Ein Bürgerkrieg (1432–1448 D.Z.) um die Thronfolge, ausgelöst durch König Valacars Heirat mit einer Nordfrau. Der Usurpator Castamir stürzte zunächst den halbnordischen König Eldacar, der Jahre später mit einem Heer zurückkehrte und seinen Thron zurückeroberte.
→ Mehr dazu: Die Könige von Gondor
Wann kamen die Istari (Zauberer) nach Mittelerde?
Um das Jahr 1000 D.Z. landeten die fünf Istari – darunter Gandalf und Saruman – an den Grauen Anfurten, entsandt von den Valar, um den Freien Völkern gegen Sauron beizustehen.
→ Mehr dazu: Die Istari
In welchem Zeitalter spielt Der Hobbit?
Im Dritten Zeitalter, genauer im Jahr 2941 D.Z. – also rund 77 Jahre vor dem Ringkrieg (3018/3019 D.Z.).
Gibt es ein Fünftes Zeitalter bei Tolkien?
Nein, offiziell nicht. Tolkiens veröffentlichte Werke enden mit dem Vierten Zeitalter; ein „Fünftes Zeitalter“ ist reine Spekulation von Fans, nicht Teil des kanonischen Werks.