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Gondor und Rohan sind die beiden großen Menschenreiche Mittelerdes im Dritten Zeitalter. Ihr Bündnis entstand im Jahr 2510 D.Z., als der Truchsess Cirion dem Reiterfürsten Éorl das Land Calenardhon zum Geschenk machte – aus Dankbarkeit für dessen Hilfe gegen einfallende Ostlinge. Aus Calenardhon wurde Rohan, aus den Éothéod die Rohirrim. Der bei diesem Anlass geschworene Eid des Eorl verpflichtete beide Völker zu immerwährendem Frieden und gegenseitigem Beistand – ein Versprechen, das über 500 Jahre hielt und im Ringkrieg entscheidend zum Sieg über Sauron beitrug.

Gondor und Rohan im Vergleich

 GondorRohan
Auch genanntDas Südreich, Steinland (bei den Rohirrim)Die Mark, Calenardhon (vor 2510 D.Z.)
HauptstadtMinas Tirith (vorher Osgiliath, Minas Anor)Edoras
VolkDúnedain des SüdensRohirrim (Éothéod), Reitervolk
Gegründet3320 Z.Z. von Elendil, Isildur und Anárion2510 D.Z. durch Cirions Schenkung an Éorl
Herrschaftsform (Ringkrieg)Truchsess (Denethor II.)König (Théoden)
Bekannte HerrscherElendil, Isildur, Aragorn/ElessarÉorl, Helm Hammerhand, Théoden, Éomer

Die Anfänge: Der Ritt Éorls und die Belohnung mit Rohan

Vor dem Ritt Éorls lebten die Éothéod – wie sich das spätere Volk der Rohirrim selbst nannte – weit im Norden jenseits des Düsterwaldes, nachdem sie lange in Gondors Nachbarschaft gelebt und dem Reich einen gewissen Schutz geboten hatten. Als Sauron erneut Dol Guldur besetzte und sich Heere entlang des Düsterwaldes sammelten, geriet Gondor unter Truchsess Cirion (seit 2489 D.Z. im Amt) in Bedrängnis. Cirion sandte Boten zu den Éothéod – nur einer von sechs Reitern erreichte Éorl, den damaligen Fürsten. Éorl zögerte nicht, sammelte sein Heer und ritt nach Süden.

Auf dem Amon Anwar, wo Elendil begraben lag, schenkte Cirion Éorl das Land Calenardhon – unter der Bedingung immerwährenden Friedens und gegenseitigen Beistands. Dort wurde der berühmte Eid des Eorl gesprochen:

„Dieser Eid soll Bestand haben in der Erinnerung an den Ruhm des Landes des Sterns und an die Redlichkeit Elendils des Getreuen, und er soll in der Obhut jener sein, die auf den Thronen des Westens sitzen, und in der des Einen, der auf immer über allen Thronen sitzt.“ — Der Herr der Ringe, Anhang A II (nach Nachrichten aus Mittelerde, Teil 3, II)

Aus Calenardhon wurde Rohan („die Mark“), aus den Éothéod die Rohirrim – in Gondor so genannt, während sie sich selbst Éorlingas, „Söhne Éorls“, nannten.

Die Jahre der Not

Nach der Ankunft der Rohirrim hatte Gondor zunächst Ruhe. Doch 2758 D.Z. griffen Korsaren aus Umbar Gondors Küsten an, während gleichzeitig Dunländer Isengart eroberten und Rohan von Westen bedrängten. Beide Reiche waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um einander zu helfen – die Dunländer schlugen König Helm Hammerhands Armee an den Furten des Isen, ein harter Winter forderte Tausende Tote. Erst als Gondor seine eigenen Angreifer besiegt hatte, konnte es Rohan zu Hilfe kommen und half, die letzten Feinde zu vertreiben.

Die letzte Phase: Der Ringkrieg

Während des Ringkriegs bewährte sich der Eid ein letztes Mal auf beiden Seiten: Als Saruman Rohan angriff, hätte Helms Klamm ohne Gandalfs Verstärkung und die Ents fallen können. Als Sauron kurz darauf Gondor angriff und Faramir bis nach Minas Tirith zurückdrängte, retteten die anrückenden Rohirrim unter König Théoden die belagerte Stadt – bevor Aragorn mit den Schiffen der Korsaren den endgültigen Sieg auf dem Pelennor sicherte. In der abschließenden Schlacht am Morannon kämpften beide Völker gemeinsam, während Frodo und Sam unbemerkt den Schicksalsberg erreichten.

Nach der Vernichtung Saurons

Théodens Nachfolger als König von Rohan wurde Éomer. In Gondor regierte König Elessar (Aragorn), der die Landschenkung Cirions erneuerte, während Éomer im Gegenzug den Eid Éorls erneuerte. Das Bündnis hielt auch danach:

„Und wann immer König Elessar in den Krieg zog, zog König Éomer mit ihm; und selbst jenseits des Meers von Rhûn und auf den fernen Ebenen des Südens hörte man den donnernden Hufschlag seiner Reiter …“ — Der Herr der Ringe, Anhang A II

Häufig gestellte Fragen zum Bündnis Gondor–Rohan

Was ist die Hauptstadt von Rohan?

Die Hauptstadt Rohans ist Edoras, Sitz der Goldenen Halle Meduseld.

Was ist die Hauptstadt von Gondor?

Die Hauptstadt Gondors ist Minas Tirith (früher Osgiliath, dann Minas Anor).

Wann wurde das Bündnis zwischen Gondor und Rohan geschlossen?

Im Jahr 2510 Dritten Zeitalters, als Truchsess Cirion dem Reiterfürsten Éorl das Land Calenardhon schenkte und beide den Eid des Eorl schworen.

Was ist der Unterschied zwischen Gondor und Rohan?

Gondor ist das ältere Dúnedain-Königreich der Menschen im Süden mit Hauptstadt Minas Tirith, regiert zur Zeit des Ringkriegs von einem Truchsess. Rohan ist das jüngere Reitervolk-Königreich im Norden mit Hauptstadt Edoras, regiert von König Théoden.

Wer regierte Gondor während des Ringkriegs?

Gondor wurde zur Zeit des Ringkriegs von Truchsess Denethor II. regiert, da die Königslinie seit Jahrhunderten erloschen war. Erst Aragorn setzte die Reihe der Könige als Elessar fort.

Was besagt der Eid des Eorl?

Der Eid verpflichtet Gondor und Rohan zu immerwährendem Frieden und gegenseitigem Beistand: Die Feinde des einen Volkes sollten stets auch Feinde des anderen sein.

Wer war König von Rohan während des Ringkriegs?

Théoden war König von Rohan während des Ringkriegs; nach seinem Tod auf dem Pelennor folgte ihm sein Neffe Éomer nach.

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