Tauche ein in die Welt von Mittelerde

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Olvar ist Tolkiens Quenya-Begriff für alle Pflanzen Ardas – vom Moos bis zum ältesten Baum – erschaffen von der Valië Yavanna und als Gegenbegriff zu Kelvar (den beweglichen Tieren) gedacht. Berühmte Beispiele sind der Mallorn-Baum Lothlóriens, das Heilkraut Athelas (Königskraut) und die weiße Simbelmynë auf den Grabhügeln Rohans. Diese Seite versammelt die wichtigsten Pflanzen, die in Tolkiens Werken eine besondere Rolle spielen.

Olvar und Kelvar: Pflanzen und Tiere bei Tolkien

Als Yavanna die Samen der Olvar aussäte, sorgte sie sich um diese unbeweglichen Lebewesen, die sich – anders als die Kelvar (Tiere) – nicht selbst wehren oder fortbewegen konnten. Auf ihre Bitte hin erwachten zeitgleich mit den Elben die Ents, die Baumhirten, um Olvar und Kelvar gleichermaßen zu beschützen.

→ Mehr dazu: Ents und Huorns – Die Hüter der Olvar

Die wichtigsten Pflanzen Mittelerdes

Der Mallorn-Baum

Der Mallorn-Baum kam einst von Tol Eressëa nach Mittelerde und wuchs zuletzt nur noch in Lothlórien. Er stammt von Laurelin, dem goldenen Baum Valinors, ab: silberne, glatte Rinde, goldene Blüten im Frühjahr und Sommer, Blätter oben mattgrün und unten silbern, die sich im Herbst golden färben und erst im folgenden Frühjahr abfallen. Beim Abschied aus Lothlórien schenkte Galadriel Sam einen Mallorn-Samen, aus dem später der berühmte Baum auf der Festwiese in Hobbingen erwuchs.

Athelas (Königskraut)

Athelas, von den Númenórern nach Mittelerde gebracht, galt lange als bloß angenehm duftendes Kraut – bis sich alte Legenden bewahrheiteten: In den Händen des rechtmäßigen Königs entfaltet es starke Heilkraft, sogar gegen Wunden aus Mordor. Ein altes Gedicht beschreibt seine Wirkung:

„Wenn der Schwarze Atem weht, Todesschatten dräuend steht, löschen alle Lichter aus – Athelas, komm du ins Haus, durch Königshand zu geben, Sterbenden das Leben!“ — Der Herr der Ringe, Buch V, Kapitel 8

Aragorn heilte damit Éowyn, Faramir, Merry und Frodo in den Häusern der Heilung.

Elanor und Niphredil

Elanor ist eine kleine, gelbe, sternförmige Winterblume, die auf dem Hügel Cerin Amroth in Lothlórien sowie auf Tol Eressëa wächst. Die Eldar nutzten sie gern zum Schmücken ihrer Feste; Sam Gamdschie benannte seine älteste Tochter nach dieser Blume. Direkt neben ihr wächst am Cerin Amroth die weiße Niphredil – der Überlieferung nach blühte sie zum ersten Mal, als Lúthien Tinúviel geboren wurde.

Simbelmynë (Immertreu)

Die Simbelmynë, auch Immertreu genannt, ist eine kleine weiße Blume, die zu jeder Jahreszeit blüht. Sie wächst vor den Toren von Edoras auf den Grabhügeln der Könige von Rohan, außerdem vor den Toren Gondolins und auf dem Grab Elendils auf dem Halifirien.

Der Alte Weidenmann

Der Alte Weidenmann steht am Ufer der Weidenwinde im Alten Wald nahe der Grenze Bocklands. Die Gefährten Frodo, Sam, Merry und Pippin kreuzten ihn auf ihrer Durchreise – er beeinflusst mit dem Rauschen seiner Blätter offenbar den gesamten umliegenden Wald.

→ Mehr dazu: Der Fangornwald

Die Weißen Bäume: Galathilion und seine Nachkommen

Bevor die Zwei Bäume Valinors zerstört wurden, schuf Yavanna für die Elben in Tirion Galathilion, einen kleineren Abkömmling Telperions, der nicht selbst leuchtete. Von ihm stammen alle Weißen Bäume ab – über mehrere Zwischenstufen auch der Weiße Baum von Minas Tirith, das Wappensymbol Gondors.

→ Mehr dazu: Minas Tirith – Die Weiße Stadt Gondors

Pfeifenkraut

Das Pfeifenkraut ist eine im Auenland angebaute Tabakpflanze, die von den Hobbits geraucht wird. Der Legende nach brachte Tobold Hornbläser die Pflanze aus Übersee mit; selbst Gandalf und die Waldelben genießen es gelegentlich.

Lebethron

Lebethron ist ein dunkles, geschmeidiges Holz aus Ithilien, aus dem Faramirs Männer Stäbe und Kästchen fertigten – unter anderem das Kästchen mit Erde aus Galadriels Garten, das Sam nach seiner Rückkehr ins Auenland erhielt.

Hulstbäume (Stechpalmen) und Eregion

Die Hulstbäume – Stechpalmen – gaben dem Land Eregion seinen englischen Alternativnamen „Hollin“ („Land der Stechpalmen“). Sie blieben dort als markantes Wahrzeichen sogar noch bestehen, nachdem das Reich selbst längst verfallen war.

Häufig gestellte Fragen zur Pflanzenwelt Mittelerdes

Wie heißen die Bäume bei Herr der Ringe?

Die bekanntesten sind der Mallorn-Baum in Lothlórien, der Weiße Baum von Gondor (ein Nachkomme Galathilions) sowie die lebendigen, sprechenden Ents und Huorns.

Was ist Athelas?

Athelas, auch Königskraut genannt, ist eine Heilpflanze, die in den Händen des rechtmäßigen Königs von Gondor besonders starke Heilkraft entfaltet.

Was bedeutet Immertreu bei Herr der Ringe?

„Immertreu“ ist die deutsche Übersetzung von Simbelmynë, einer kleinen weißen Blume, die zu jeder Jahreszeit auf den Grabhügeln der Könige von Rohan blüht.

Was ist der Unterschied zwischen Olvar und Kelvar?

Olvar ist Tolkiens Quenya-Begriff für alle Pflanzen Ardas, Kelvar für alle Tiere. Beide Gruppen wurden von Yavanna erdacht und sollten ursprünglich von den Ents beschützt werden.

Welche Blumen wachsen auf dem Cerin Amroth?

Elanor, eine gelbe sternförmige Winterblume, und die weiße Niphredil, die der Überlieferung nach zum ersten Mal blühte, als Lúthien Tinúviel geboren wurde.

Was ist Pfeifenkraut?

Pfeifenkraut ist eine im Auenland angebaute Tabakpflanze, die von Hobbits (und gelegentlich auch von Gandalf) geraucht wird.

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