Die Hügelgräberhöhen liegen östlich des Alten Waldes, zwischen dem Auenland und der Stadt Bree. Auf diesen sanften, grasbewachsenen Hügeln errichteten schon die Menschen des Ersten Zeitalters, vor allem aber die Dúnedain Arnors, ihre Grabhügel – Jahrtausende später hausen dort finstere Grabunholde, die den Grund ihres unheimlichen Rufs bilden.
Die Hügelgräberhöhen im Überblick
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Lage | Zwischen dem Alten Wald und der Stadt Bree, östlich des Auenlandes |
| Ursprung der Grabhügel | Bestattungsstätten der Edain, später vor allem der Könige Arnors |
| Bewohner | Grabunholde (Barrow-wights), von Angmar entsandte böse Geister |
| Bekanntester Vorfall | Gefangennahme und Rettung der vier Hobbits durch Tom Bombadil |
| Bedeutendster Fund | Die namenlose Klinge, mit der Merry später den Hexenkönig verwundete |
Herkunft: Grabstätten mehrerer Zeitalter
Die Hügelgräber selbst reichen weit in die Vergangenheit zurück – erste Bestattungen fanden hier bereits im Ersten Zeitalter statt, lange bevor Arnor gegründet wurde. Ihre größte Bedeutung erlangten die Höhen jedoch als Begräbnisstätte der Könige und Fürsten Arnors, insbesondere nach der Aufteilung des Reiches in Arthedain, Rhudaur und Cardolan. Besonders viele Herrscher Cardolans fanden hier ihre letzte Ruhe.
→ Mehr dazu: Das Bündnis zwischen Gondor und Arnor
Die Grabunholde
Als der Hexenkönig von Angmar im 14. und 15. Jahrhundert Dritten Zeitalters Arnor überrannte, sandte er böse Geister aus, die sich in den alten Grabhügeln festsetzten – seither spuken dort die Grabunholde (im Original: Barrow-wights). Sie verzaubern und lähmen Reisende, die sich zu weit in die Höhen wagen, und horten die Grabbeigaben der Toten in ihren Kammern.
Die Gefangennahme der Hobbits
Auf ihrer Reise von Bockland nach Bree verirren sich Frodo, Sam, Merry und Pippin im dichten Nebel der Hügelgräberhöhen und geraten in die Gewalt eines Grabunholds, der sie in seinem Hügelgrab gefangen hält. Nur der rechtzeitige Ruf Tom Bombadils, den sich Frodo im letzten Moment ins Gedächtnis ruft, rettet die vier vor dem sicheren Tod. Tom vertreibt den Unhold mit einem Lied und schenkt den Hobbits zum Abschied Dolche aus dem geplünderten Hort – Waffen, die einst eigens von den Menschen Westernisses im Krieg gegen Angmar geschmiedet worden waren.
„Alte Schätze, alte Schwerter aus jener fernen Zeit trugen die Hobbits nun mit sich, kurze Blätter, mit blattförmigen Klingen, rot und gold gemustert, mit Schlangenformen verziert.“ — Der Herr der Ringe, Buch I, Kapitel „Nebel auf den Hügelgräberhöhen“ (sinngemäß)
Eine dieser Klingen sollte Jahre später Geschichte schreiben: Sie war es, mit der Merry in der Schlacht auf dem Pelennor dem Hexenkönig von Angmar den entscheidenden Stich versetzte.
→ Mehr dazu: Merry (Meriadoc Brandybock)
Häufig gestellte Fragen zu den Hügelgräberhöhen
Was sind die Hügelgräberhöhen?
Eine Hügellandschaft zwischen dem Alten Wald und Bree, die als Grabstätte der Könige Arnors diente und seit dem Krieg gegen Angmar von finsteren Grabunholden heimgesucht wird.
Was ist ein Grabunhold?
Ein böser Geist, den der Hexenkönig von Angmar in die alten Grabhügel entsandte, um Reisende zu verzaubern und zu töten.
Wer rettete die Hobbits vor dem Grabunhold?
Tom Bombadil, der den Unhold mit einem Lied vertrieb und die Hobbits aus dem Grabhügel befreite.
→ Mehr dazu: Tom Bombadil
Woher stammt die Klinge, mit der Merry den Hexenkönig verwundete?
Aus dem Schatz eines Grabhügels der Hügelgräberhöhen – Tom Bombadil schenkte sie den Hobbits, nachdem er sie aus der Gewalt des Grabunholds befreit hatte.
Buchquellen
- Der Herr der Ringe, Buch I, Kapitel „Nebel auf den Hügelgräberhöhen“
- Der Herr der Ringe, Buch V, Kapitel „Die Schlacht auf dem Pelennor“
- Der Herr der Ringe, Anhang A, Teil I, Abschnitt III