Der Alte Wald liegt unmittelbar östlich des Auenlandes, jenseits der Grenzhecke Bocklands, und ist einer der letzten Überreste jenes gewaltigen Urwaldes, der einst ganz Eriador bedeckte. Er gilt bei den Hobbits als unheimlich und feindselig – nicht ohne Grund, denn seine ältesten Bäume hegen einen tiefen Groll gegen alles, was sich auf zwei Beinen bewegt und Äxte trägt.
Der Alte Wald im Überblick
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Lage | Östlich des Auenlandes, jenseits der Hohen Hecke Bocklands |
| Namensgeber | Überrest des großen Urwaldes, der einst ganz Eriador bedeckte |
| Bekanntester Bewohner | Der Alte Weidenmann, ein feindseliger Huorn am Ufer der Weidenwinde |
| Rettung durch | Tom Bombadil |
| Bedeutung im Buch | Erste große Gefahr auf Frodos Reise, noch vor der Wetterspitze |
Herkunft und Ruf
Ebenso wie der Fangornwald ist auch der Alte Wald ein Überbleibsel des ursprünglichen, gewaltigen Waldes, der vor der Ansiedlung von Hobbits und Menschen große Teile Eriadors bedeckte. Die Hobbits Bocklands erzählen sich Geschichten über den Wald, die ihn als lebendig und feindselig beschreiben: Bäume, die sich angeblich selbst versetzen, um Wanderer in die Irre zu führen, und ein tiefer, kollektiver Groll gegen alles, was Wurzeln fällt oder Äste bricht. Aus diesem Grund pflanzten die Bewohner Bocklands zum Schutz ihres Landes die Hohe Hecke, eine meilenlange lebende Grenzmauer entlang des Waldrands.
Der Alte Weidenmann
Am Ufer der Weidenwinde, eines Nebenflusses, der den Wald durchquert, steht der mächtigste und bösartigste Baum des gesamten Waldes: der Alte Weidenmann. Er beeinflusst mit dem Rauschen seiner Blätter offenbar den ganzen umliegenden Forst und lullt Wanderer in einen tiefen, gefährlichen Schlaf. Als Frodo, Sam, Merry und Pippin auf ihrer Flucht vor den Schwarzen Reitern den Alten Wald durchqueren, geraten sie in seinen Bann: Merry und Pippin werden von seinen Wurzeln eingeklemmt, Frodo fast in den Fluss gestoßen. Nur das Erscheinen Tom Bombadils, der den Baum mit einem Lied zum Nachgeben zwingt, rettet die Hobbits.
→ Mehr dazu: Die Olvar – Die Pflanzenwelt Mittelerdes
Rolle in Der Herr der Ringe
Der Alte Wald ist der Schauplatz der allerersten großen Gefahr auf Frodos Reise – noch vor der Begegnung mit den Nazgûl auf der Wetterspitze. Die Episode dient zugleich als erste Begegnung der Hobbits mit Tom Bombadil, einem der rätselhaftesten Wesen in Tolkiens gesamtem Werk, in dessen Haus die Gefährten anschließend Rast machen, bevor sie ihre Reise durch die Hügelgräberhöhen und weiter nach Bree fortsetzen.
Häufig gestellte Fragen zum Alten Wald
Wo liegt der Alte Wald?
Unmittelbar östlich des Auenlandes, jenseits der Grenzhecke Bocklands – einer der ersten Orte, die die Hobbits auf ihrer Reise nach Bruchtal durchqueren.
Ist der Alte Wald dasselbe wie der Fangornwald?
Nein, auch wenn beide laut Tolkien Überreste desselben Urwaldes sind, der einst ganz Eriador bedeckte. Der Alte Wald liegt am Auenland, der Fangornwald weit entfernt am Nebelgebirge.
→ Mehr dazu: Der Fangornwald
Wer ist der Alte Weidenmann?
Der mächtigste und bösartigste Baum im Alten Wald, der am Ufer der Weidenwinde steht und Wanderer mit seinem Bann in Schlaf und Gefangenschaft zieht.
Wer rettete die Hobbits vor dem Alten Weidenmann?
Tom Bombadil, der den Baum mit einem Lied zwang, die gefangenen Hobbits Merry und Pippin wieder freizugeben.
→ Mehr dazu: Tom Bombadil
Warum ist der Alte Wald so gefährlich?
Der Überlieferung nach hegen seine ältesten Bäume einen tiefen Groll gegen alles Bewegliche, insbesondere gegen jene, die Äxte tragen – ein Ausdruck ihrer uralten Feindseligkeit gegenüber den jüngeren Völkern Mittelerdes.
Buchquellen
- Der Herr der Ringe, Buch I, Kapitel „Der Alte Wald“ und „Bei Tom Bombadil“
- Der Herr der Ringe, Buch I, Prolog (Beschreibung Bocklands und der Hohen Hecke)