Tauche ein in die Welt von Mittelerde

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Sindarin ist die Sprache der Sindar (Grauelben) und im Dritten Zeitalter die im Alltag gebräuchlichste Elbensprache Mittelerdes – lautlich stark vom Walisischen inspiriert. Diese Seite ergänzt unsere Seite zum Sindarin-Modus (Schrift) um die eigentliche Sprache: Wortschatz und grundlegende Grammatikregeln.

Wichtiger Hinweis: Wie bei Quenya hat Tolkien auch Sindarin nie als vollständige Grammatik veröffentlicht. Viele Regeln – insbesondere die komplizierten Lautverschiebungen („Mutationen“) – wurden erst nach seinem Tod von Sprachforschern aus verstreuten Notizen rekonstruiert. Diese Seite gibt bewusst nur gut belegte Grundlagen wieder.

Grundlagen der Grammatik

  • Artikel: Der bestimmte Artikel lautet im Singular i („der/die/das“) und im Plural in. Einen unbestimmten Artikel gibt es nicht.
  • Mutation: Eine Besonderheit des Sindarin: Der Artikel i verändert (lenisiert) den Anfangslaut des folgenden Wortes: aus mellon („Freund“) wird nach dem Artikel i vellon („der Freund“). Der Plural-Artikel in löst dagegen eine andere Lautveränderung (Nasalmutation) aus.
  • Mehrzahl: Wird meist durch eine innere Vokalveränderung gebildet, ähnlich dem deutschen Umlaut (z. B. adar „Vater“ → edair „Väter“) – nicht durch ein Anhängsel wie im Deutschen „-e“ oder „-er“.
  • Genitiv („von“): Anders als im Quenya meist ohne eigene Endung – durch bloße Wortstellung ausgedrückt (Nomen + Nomen), z. B. Aran Moria („König von Moria“).

Häufige Sindarin-Vokabeln

SindarinDeutsch
MellonFreund
Edhel (Pl. Edhil)Elb(en)
AdarVater
AranKönig
AmonHügel
DorLand
EredBerge (Pl.)
GaladhBaum
Las(s)Blatt
AnorSonne
IthilMond
EnnasDort
SuiladGruß
Mae govannen„Gut getroffen“/Willkommensgruß
ElenStern
EregStechpalme (namensgebend für Eregion/“Hollin“)
Palan-díriel„Weithin geschaut habend“ (in Frodos Inschrift auf dem Ring-Grabstein)
GwaithVolk
Naug (Pl. Nogoth/Nogrim)Zwerg
Orch (Pl. Yrch)Ork
Zeit
AurTag

Die berühmteste Sindarin-Inschrift: Das Tor von Moria

Die bekannteste Sindarin-Passage in Tolkiens Werk ist die Inschrift auf den Toren von Moria, die Gandalf und die Gefährten vor Khazad-dûm entziffern müssen:

Ennyn Durin Aran Moria: pedo mellon a minno. — Der Herr der Ringe, Die Gefährten, Buch II, Kapitel „Die Tore von Moria

Übersetzt bedeutet dies sinngemäß: „Die Tore Durins, Herrn von Moria: Sprich, Freund, und tritt ein.“ Das Wort mellon („Freund“) ist zugleich das eigentliche Lösungswort, mit dem Gandalf die Tore öffnet.

→ Mehr dazu: Moria / Khazad-dûm – Die Minen der Zwerge

Häufig gestellte Fragen zu Sindarin

Was bedeutet „mellon“ auf Deutsch?

„Freund“ – das berühmte Lösungswort am Tor von Moria, mit dem Gandalf und die Gefährten Einlass in die Minen erhalten.

Was bedeutet „mae govannen“?

Ein Sindarin-Willkommensgruß, sinngemäß „gut getroffen“ oder „willkommen“.

Was ist der Unterschied zwischen Sindarin und Quenya?

Sindarin ist die Sprache der Sindar und im Dritten Zeitalter die gebräuchlichste Elbensprache Mittelerdes; Quenya ist die ältere Hochsprache der Noldor und Vanyar, zur Zeit des Ringkriegs vor allem noch für Namen und zeremonielle Zwecke in Gebrauch.

→ Mehr dazu: Quenya-Wörterbuch und Grundlagen der Grammatik

Was ist eine Mutation im Sindarin?

Eine Lautveränderung, die manche Wörter (vor allem der bestimmte Artikel oder bestimmte Präpositionen) am folgenden Wort auslösen – etwa wird aus mellon nach dem Artikel i das Wort vellon.

Woher stammt der Name Eregion („Hollin“)?

Von ereg, Sindarin für „Stechpalme“ – benannt nach den markanten Stechpalmenbäumen (Hulstbäumen), die dort wuchsen.

→ Mehr dazu: Celebrimbor und die Ringe der Macht

Buchquellen

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