Saurons Mund ist der Titel des namenlosen Gesandten und Statthalters von Barad-dûr, der bei der letzten Schlacht am Schwarzen Tor als Saurons Sprachrohr auftritt. Er ist eine der unheimlichsten Nebenfiguren des Herrn der Ringe – ein Mensch, der sich so tief in Saurons Dienst begeben hat, dass er selbst seinen eigenen Namen vergessen hat.
Saurons Mund im Überblick
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Titel | Saurons Mund |
| Volk | Mensch, Abstammung von den Schwarzen Númenórern |
| Rolle | Statthalter von Barad-dûr, Gesandter Saurons |
| Besonderheit | Sein eigentlicher Name ist selbst ihm unbekannt |
| Auftritt | Verhandlung am Schwarzen Tor vor der letzten Schlacht |
| Schicksal | Nicht überliefert – vermutlich floh er nach Saurons Fall |
Herkunft: Ein Mensch im Dienst Saurons
Saurons Mund war ursprünglich ein Mensch, Abkömmling der Schwarzen Númenórer – jener Nachfahren Númenors, die sich frühzeitig Sauron unterwarfen, statt sich den Getreuen anzuschließen. Er trat schon in jungen Jahren in Saurons Dienst und studierte in dessen dunklen Türmen jahrhundertelang schwarze Zauberkünste, bis er zum Statthalter von Barad-dûr aufstieg. Über die Jahre verlor er dabei buchstäblich seinen eigenen Namen: Er selbst hatte ihn vergessen, und niemand kannte ihn mehr.
Sein Auftritt am Schwarzen Tor
Als das Heer des Westens vor dem Schwarzen Tor (Morannon) erscheint, um Sauron in einem letzten, verzweifelten Ablenkungsmanöver herauszufordern, reitet ihnen Saurons Mund entgegen, um im Namen seines Herrn zu verhandeln. Er präsentiert Frodos Mithril-Hemd, seinen Mantel und Stich als vermeintlichen Beweis, dass der Ringträger gefangen genommen worden sei, und stellt unannehmbare Bedingungen für dessen Freilassung. Gandalf durchschaut die Täuschung jedoch, weist die Bedingungen zurück und nimmt die Beweisstücke an sich – woraufhin Saurons Mund in ohnmächtiger Wut zu seinem Herrn zurückkehrt.
Da erbebte selbst Gandalf; doch er sagte nichts weiter, sondern nahm mit einer plötzlichen Bewegung Mantel, Kettenhemd und Schwert an sich. „Diese Dinge werden wir zurückbehalten, zum Andenken an euren unehrenhaften Handel“, sagte er. — Der Herr der Ringe, Buch V, Kapitel „Das Schwarze Tor öffnet sich“
Was geschah mit ihm danach?
Über das weitere Schicksal von Saurons Mund schweigt sich Tolkien aus. Da mit der Vernichtung des Einen Rings kurz darauf auch Barad-dûr fiel und Saurons Reich zusammenbrach, ist anzunehmen, dass er in der allgemeinen Auflösung von Mordor unterging oder floh – eine eindeutige Aussage dazu findet sich im Werk jedoch nicht.
Häufig gestellte Fragen zum Mund Saurons
Wer ist Saurons Mund?
Saurons Mund ist der namenlose menschliche Gesandte und Statthalter von Barad-dûr, der Sauron bei der Verhandlung am Schwarzen Tor vertritt.
Warum kennt niemand seinen richtigen Namen?
Weil er selbst ihn im Laufe seiner langen Dienstzeit für Sauron vergessen hat – ein Symbol dafür, wie sehr er seine eigene Identität für die Macht seines Herrn aufgegeben hat.
Was zeigt Saurons Mund am Schwarzen Tor?
Er präsentiert Frodos Mithril-Hemd, Mantel und das Schwert Stich als vermeintlichen Beweis für dessen Gefangennahme, um die Gemeinschaft des Westens zur Kapitulation zu zwingen.
→ Mehr dazu: Frodo Beutlin
Wer entlarvt die Täuschung von Saurons Mund?
Gandalf durchschaut, dass die Bedingungen unannehmbar sind, weist sie zurück und nimmt Frodos Habseligkeiten als Beweisstücke an sich, statt auf den Handel einzugehen.
Was ist ein Schwarzer Númenórer?
Nachfahren jener Númenórer, die sich Sauron bereits im Zweiten Zeitalter unterwarfen, statt zu den Getreuen zu zählen – aus dieser Linie stammt auch Saurons Mund.
Buchquellen
- Der Herr der Ringe, Buch V, Kapitel „Das Schwarze Tor öffnet sich“