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Anders als bei den Elben, deren Symbole Tolkien mit eigenen Regeln und zahlreichen Zeichnungen ausgestaltete, ist über die Heraldik der Zwerge nur sehr wenig überliefert. Das Wenige, was existiert, dreht sich fast ausschließlich um Durin den Unsterblichen, den ersten und bedeutendsten der sieben Zwergenväter, und ist uns durch ein einziges, aber prächtiges Bauwerk erhalten: die Tore von Moria.

Die Symbole Durins

Auf den Toren von Khazad-dûm – gemeinsam von dem Elbenschmied Celebrimbor und dem Zwerg Narvi im Zweiten Zeitalter erschaffen – sind zwei zentrale Symbole abgebildet: ein Amboss und Hammer, Sinnbild der zwergischen Schmiedekunst, sowie darüber eine Krone mit sieben Sternen, bekannt als „Durins Krone“. Als Gandalf und die Gefährten die Tore erreichten, beschrieb Tolkien den Anblick so:

Zuoberst, so hoch Gandalf reichen konnte, war ein Bogen ineinandergeschlungener Buchstaben in elbischer Schrift. Darunter, wenn auch die Linien stellenweise verblasst oder unterbrochen waren, ließ sich der Umriss von Amboss und Hammer erkennen, überragt von einer Krone mit sieben Sternen. „Das sind die Wahrzeichen Durins!“ rief Gimli. — Der Herr der Ringe, Die Gefährten, Buch II, Kapitel „Die Tore von Moria

Die Krone mit den sieben Sternen

Der Überlieferung nach erwachte Durin als erster der Zwergenväter am Berg Gundabad und wanderte allein nach Süden, bis er auf den See Kheled-zâram (Spiegelsee) unterhalb des späteren Osttors von Moria stieß. Als er hineinblickte, erschien über seinem Spiegelbild – bei hellem Tageslicht, als eigentlich keine Sterne zu sehen sein sollten – eine Krone aus sieben Sternen. Er deutete dies als Zeichen seiner Bestimmung zum König und gründete daraufhin Khazad-dûm. Diese „Krone Durins“ wurde fortan zum Wahrzeichen seines Königshauses und erscheint bis heute auf den Toren von Moria.

Warum ist so wenig überliefert?

Tolkien widmete den Zwergen deutlich weniger gestalterische Aufmerksamkeit als den Elben, für die er eigene heraldische Regeln entwarf und zahlreiche Embleme einzelner Personen zeichnete. Zu einzelnen Zwergenhäusern jenseits der Linie Durins – etwa den Nachkommen Thráins, Dáins oder anderer Zwergenväter – finden sich in Tolkiens veröffentlichten Werken keine eigenen Wappen oder Symbole. Was als Zwergen-Heraldik gilt, beschränkt sich also im Wesentlichen auf Durins Embleme und einige verwandte Motive:

  • Der Arkenstein, das „Herz des Berges“ unter Erebor, fungierte für Durins Volk unter dem Berg als Symbol des Königtums, vergleichbar mit einer Krone.
  • Mondrunen (Runen, die nur bei bestimmtem Mondlicht sichtbar werden) wurden von den Zwergen als geheime Schriftform verwendet – bekannt aus Thorins Karte in Der Hobbit, auf der solche Mondrunen den Weg zum geheimen Eingang Ereboors verraten.

Häufig gestellte Fragen zur Zwergen-Heraldik

Welches Wappen hatten die Zwerge?

Vor allem Hammer und Amboss sowie die „Krone Durins“ (sieben Sterne) – beides auf den Toren von Moria dargestellt. Für andere Zwergenlinien sind bei Tolkien keine eigenen Wappen überliefert.

Was bedeutet die Krone mit den sieben Sternen?

Sie geht auf eine Vision Durins des Unsterblichen zurück, der beim Blick in den Spiegelsee eine Krone aus sieben Sternen über seinem Spiegelbild sah – gedeutet als Zeichen seiner Bestimmung zum König.

Wer erschuf die Tore von Moria?

Der Elbenschmied Celebrimbor aus Eregion gemeinsam mit dem Zwergenbaumeister Narvi im Zweiten Zeitalter – ein seltenes Beispiel elbisch-zwergischer Zusammenarbeit.

→ Mehr dazu: Celebrimbor und die Ringe der Macht

Warum haben die Zwerge weniger Wappen als die Elben?

Tolkien hat den Zwergen erzählerisch deutlich weniger Raum und gestalterische Aufmerksamkeit gewidmet als den Elben, für die er eigene heraldische Regeln entwickelte und viele Embleme einzelner Personen zeichnete.

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