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Bard der Bogenschütze ist der Mensch, der in J.R.R. Tolkiens Hobbit den Drachen Smaug erschießt und damit die Geschichte entscheidet. Ein ernsthafter, düsterer Mann mit königlichem Blut – Nachkomme Girions, des letzten Königs von Thal – der zunächst mit dem letzten schwarzen Pfeil seines Vaters kämpft und am Ende König des wiedergeborenen Königreiches Thal wird.


Steckbrief

  
VolkMensch (Langseemänner, Nachfahren der Thal-Bewohner)
HerkunftSeestadt (Esgaroth), am Langen See
AbstammungNachkomme König Girions von Thal
BerufBogenschütze auf dem Wachturm Seestadts
WaffeLanger Bogen; der letzte Schwarze Pfeil seines Vaters
Bekannt fürErschuss Smaugs über Seestadt; Gründung des neuen Thal
Wird KönigNach der Zerstörung Seestadts König von Thal (neu gegründet)
HauptquelleDer Hobbit, Kap. 14: „Feuer und Wasser“

Namen und Bedeutung

NameSpracheBedeutung
BardKeltisch / Altenglisch„Barde“ / Dichter-Sänger; in Tolkiens Kontext ein einfacher Eigenname
BogenschützeDeutsches EpithetonBeschreibung seiner Fähigkeit; im Englischen: „the Bowman“

Tolkien gibt keine besondere Herleitung des Namens Bard. Er entspricht dem mittelenglischen bard und gehört zum Klang der Langseemänner-Kultur, die Tolkien nach dem Vorbild nordeuropäischer Seefahrervölker gestaltete.


Herkunft und Charakter

Bard lebt als Bogenschütze und Bootsmann in Seestadt (Esgaroth), der Holzstadt auf Pfählen im Langen See. Er ist ein großer, dunkler Mann – ernst und wenig redsam, von den anderen Stadtbewohnern wegen seines düsteren Wesens nicht besonders gemocht. Er gilt als Unglücksvogel, weil er stets Schlimmes vorhersagt – und damit recht hat.

Er stammt von König Girion von Thal ab, der starb, als Smaug 2770 DZ die Stadt zerstörte. Dieses Erbe gibt ihm den Anspruch auf die Herrschaft des (zerstörten) Thal – und auf den Schatz des Einsamen Berges.

Sein Charakter ist das Gegenstück zum Bürgermeister Seestadts: Der Bürgermeister ist beliebt, redselig, selbstgefällig und nur am eigenen Vorteil interessiert. Bard ist unbeliebt, aber redlich, umsichtig und tapfer.


Der Schwarze Pfeil – Die Waffe des Schicksals

Bard besitzt den letzten Schwarzen Pfeil (Black Arrow) – eine schwere, eisengespitzte Waffe, die er von seinem Vater geerbt hat und die von Alters her als besonders stark und verlässlich gilt. Er hat ihn noch nie benutzt und bewahrt ihn für den äußersten Notfall.

Als Smaug über Seestadt hereinbricht und Feuer auf die Häuser regnet, schießt Bard Pfeil um Pfeil mit seinem langen Bogen – vergebens. Da landet eine Drossel auf seiner Schulter und flüstert ihm die Information, die Bilbo durch das Gespräch mit Smaug erfahren hat:

„Die alte Geschichte ist nicht verloren! Auf der linken Brust ist ein Leck. Der Stein liegt bloß. Dort ist er verwundbar.“

Der Hobbit, Kap. 14: „Feuer und Wasser“

Bard legt den letzten Schwarzen Pfeil auf den Bogen, zielt auf Smaugs linke Schulter – und trifft. Der Drache fällt brennend in den Langen See und begräbt dabei Seestadt.


Die Nacht Seestadts und Smaugs Tod

Smaugs Angriff auf Seestadt ist eine Katastrophe. Die Stadt aus Holz brennt; Teile davon stürzen ins Wasser. Viele Menschen fliehen in Booten. Der Bürgermeister floh mit dem Stadtschatz als einer der Ersten.

Bard kämpft allein auf dem letzten Turm der brennenden Stadt. Als Smaug tief herabsinkt, schießt Bard seinen letzten Pfeil. Smaug stürzt ab und zertrümmert beim Fallen den Großteil der noch stehenden Stadt.

Bard taucht danach aus dem Wasser auf – zunächst für tot gehalten, tatsächlich gerettet. Er ist sofort die wichtigste Persönlichkeit unter den Überlebenden, denn er hat den Drachen getötet. Der Bürgermeister hingegen ist diskreditiert.


Nach Smaugs Tod: König von Thal

Die Überlebenden Seestadts schlagen ihr Lager an den Ruinen der alten Stadt Thal auf. Bard – als Nachkomme Girions und Töter des Drachen – macht Ansprüche auf den Schatz des Einsamen Berges geltend: Thal war zerstört worden, die Bewohner vertrieben, und der Schatz gehörte teilweise rechtmäßig ihrer Nachkommenschaft.

Thorin weigert sich. Es kommt zur Konfrontation am Tor des Erebor – Bard und die Waldelben stehen Thorins Zwergen gegenüber. Die Battle of Five Armies (Schlachst der Fünf Heere) unterbricht den beinahe-Krieg.

Nach der Schlacht erhält Bard seinen rechtmäßigen Anteil aus dem Schatz: einen vierzehnten Teil. Er benutzt ihn, um Thal neu aufzubauen – aus Holz und Stein, schöner als zuvor. Er wird Bard I., König von Thal.

Bilbo schenkt ihm beim Abschied zusätzlich zwei Schatztruhen aus Gold und Silber – als Wiedergutmachung für Thorins Verweigerung und als persönliches Geschenk.


Beziehungen

Thorin Eichenschild

Das Verhältnis zu Thorin ist angespannt und von Misstrauen geprägt. Bard ist ein rechtmäßiger Anspruchssteller auf Teile des Schatzes; Thorin lehnt jeden Anspruch ab. Die Drachenkrankheit macht Thorin unzugänglich für jede Verhandlung. Erst Thorins sterbende Worte und Dáins Nachfolge ermöglichen eine Einigung.

Bilbo

Bilbo und Bard begegnen sich selten direkt, aber Bilbo handelt in der Schatzteilung indirekt für Bard: Er gibt den Arkenstein an Bard und die Waldelben als Verhandlungspfand. Das führt zu Thorins Zorn auf Bilbo – aber auch letztlich zu der Möglichkeit einer Lösung.


Weiterführende Seiten


FAQ: Häufige Fragen zu Bard dem Bogenschützen

Wer ist Bard der Bogenschütze?

Bard der Bogenschütze ist der Mensch aus Seestadt, der in Tolkiens Hobbit den Drachen Smaug erschießt. Er ist Nachkomme König Girions von Thal und wird nach Smaugs Tod König des neu gegründeten Thal. Seine entscheidende Waffe ist der letzte Schwarze Pfeil seines Vaters.

Wie tötet Bard den Drachen Smaug?

Eine Drossel – die die Information von Bilbo erfahren hatte – flüstert Bard Smaugs einzige Schwachstelle: ein unbeschupptes Leck unterhalb der linken Schulter. Bard negt den letzten Schwarzen Pfeil auf den Bogen und trifft die Stelle, als Smaug tief über Seestadt fliegt. Smaug stürzt ab und zertrümmert beim Fallen die Stadt.

Was ist der Schwarze Pfeil?

Der Schwarze Pfeil ist eine schwere, eisengespitzte Waffe, die Bard von seinem Vater geerbt hat. Er ist der letzte seiner Art und gilt als besonders verlässlich und stark. Bard hebt ihn für den äußersten Notfall auf und verwendet ihn als letzten Schuss gegen Smaug.

Wird Bard König?

Ja – nach Smaugs Tod und der Verteilung des Schatzes nach der Schlachst der Fünf Heere wird Bard König des neu gegründeten Thal. Er ist Nachkomme König Girions, des letzten Herrschers von Thal, das Smaug 2770 DZ zerstörte. Als Bard I. baut er Thal mit seinem Anteil aus dem Schatz wieder auf.


Quellen

  • Tolkien, J.R.R.: Der Hobbit – Kap. 10 „Ein herzlicher Empfang“; Kap. 14 „Feuer und Wasser“; Kap. 15 „Die Sammlung der Wolken“; Kap. 16 „Ein Dieb in der Nacht“; Kap. 17 „Die Wolken bersten“; Kap. 18 „Der Weg zurück“

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