Inhaltsverzeichnis

Wie viele Bücher hat J.R.R. Tolkien geschrieben? Zu Lebzeiten veröffentlichte Tolkien vergleichsweise wenige Bücher – dafür von außergewöhnlicher Tiefe und Wirkung. Den weitaus größten Teil seines nachgelassenen Werkes hat sein Sohn Christopher Tolkien (1924–2020) in jahrzehntelanger Arbeit herausgegeben. Insgesamt umfasst Tolkiens Bibliographie über 20 eigenständige Werke, dazu die zwölfbändige History of Middle-earth und zahlreiche akademische Schriften.

Diese Seite versammelt alle Hauptwerke: Tolkiens Romane, Erzählungen und die großen nachgelassenen Werke aus dem Ersten Zeitalter.

→ Die zwölfbändige Reihe Die Geschichte Mittelerdes ist auf einer eigenen Seite aufgeführt. → Briefe, Gedichte und akademische Schriften findet ihr auf der dritten Seite.


Schnellübersicht – Reihenfolge aller Hauptwerke

Titel (Deutsch) Originaltitel Original Deutsch
Der Hobbit The Hobbit 1937 1957 / 1998
Der Herr der Ringe The Lord of the Rings 1954–1955 1969/70 / 2000
Bauer Giles von Ham Farmer Giles of Ham 1949 1974
Die Abenteuer des Tom Bombadil The Adventures of Tom Bombadil 1962 1980
Der Schmied von Großholzingen Smith of Wootton Major 1967 2005
Das Silmarillion The Silmarillion 1977 1978
Briefe vom Weihnachtsmann The Letters of Father Christmas 1976 1977
Nachrichten aus Mittelerde Unfinished Tales 1980 1983
Herr Glück Mr. Bliss 1982 1986
Roverandom Roverandom 1998 2013
Die Kinder Húrins The Children of Húrin 2007 2007
Beren und Lúthien Beren and Lúthien 2017 2017
Der Fall von Gondolin The Fall of Gondolin 2018 2018

Die Werke im Detail


Der Hobbit (1937)

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Deutscher Titel Der Hobbit oder Hin und zurück
Originaltitel The Hobbit, or There and Back Again
Erschienen (Original) 21. September 1937 · Allen & Unwin, London
Erschienen (Deutsch) 1957 (Übers. Walter Scherf, Titel: „Der kleine Hobbit“) · 1998 (Übers. Wolfgang Krege)
Verlag (dt.) Klett-Cotta
Übersetzer Walter Scherf (1957) / Wolfgang Krege (1998)
ISBN (Hardcover, Krege-Übersetzung) 978-3-608-10138-6
Seiten ca. 350
Genre Abenteuerroman / Fantasy / Kinderbuch
Besonderheit Zwei deutsche Übersetzungen; erste Mittelerde-Geschichte Tolkiens

Inhalt: Der Hobbit Bilbo Beutlin lebt ein geruhsames Leben in seiner Erdloch-Wohnung Beutelsend – bis der Zauberer Gandalf mit dreizehn Zwergen unter Führung von Thorin Eichenschild vor seiner Tür erscheint. Gemeinsam brechen sie zum Einsamen Berg auf, um den Schatz des Drachen Smaug zurückzuerobern. Auf der Reise findet Bilbo in den Höhlen des Nebelgebirges einen magischen goldenen Ring – den späteren Einen Ring. Tolkien schrieb das Buch ab 1930/31 für seine eigenen Kinder. Ein zwölfjähriger Testleser des Verlages sorgte mit seinem begeisterten Gutachten für die Publikation. Der Hobbit ist die direkte Vorgeschichte zum Herrn der Ringe.

Hinweis zu den deutschen Übersetzungen: Es existieren zwei deutsche Übersetzungen. Walter Scherffs Erstübersetzung (1957) erschien als Der kleine Hobbit und ist nach wie vor lieferbar. Wolfgang Kreges Neuübersetzung (1998) heißt Der Hobbit oder Hin und zurück“, ist näher am englischen Original und ebenfalls bei Klett-Cotta erhältlich. Welche besser ist, wird unter Tolkien-Fans lebhaft diskutiert; Krege ist sprachlich moderner, Scherf klingt märchenhafter.

Inhaltsangabe Der Hobbit – alle Kapitel im ÜberblickBilbo Beutlin – Protagonist des Hobbit


Der Herr der Ringe (1954 · 1954 · 1955)

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Deutscher Titel Der Herr der Ringe
Originaltitel The Lord of the Rings
Erschienen (Original) Band I: 29. Juli 1954 · Band II: 11. Nov. 1954 · Band III: 20. Okt. 1955 (Allen & Unwin)
Erschienen (Deutsch) 1969/70 (Übers. Carroux/von Freymann) · 2000 (Übers. Wolfgang Krege)
Verlag (dt.) Klett-Cotta
Übersetzer Margaret Carroux & E.-M. von Freymann (1969/70) / Wolfgang Krege (2000)
ISBN (Gesamtausgabe Carroux, 3 Bde. Hardcover) 978-3-608-93891-3
ISBN (Gesamtausgabe Krege, 3 Bde. Taschenbuch im Schuber) 978-3-608-98800-0
Seiten ca. 1.200 (je nach Ausgabe)
Teile I: Die Gefährten · II: Die Zwei Türme · III: Die Rückkehr des Königs
Genre Epos / Fantasy
Besonderheit Zwei vollständig verschiedene deutsche Übersetzungen; umfangreiche Anhänge

Inhalt: Der Hobbit Frodo Beutlin erbt von seinem Onkel Bilbo einen goldenen Ring, der sich als der Eine Ring des Dunklen Herrschers Sauron herausstellt. Um die Vernichtung Mittelerdes zu verhindern, muss Frodo den Ring in den Feuerklüften des Schicksalsberges zerstören – dem einzigen Ort, an dem er erschaffen wurde. Acht Gefährten begleiten ihn. Tolkien schrieb das Buch von 1937 bis 1949. Er plante ursprünglich nur ein einziges Buch; sein Verleger teilte es aus Kostengründen in drei Bände auf. Die Anhänge (Chronologien, Stammbäume, Sprachen, Kalender) umfassen allein über 100 Seiten.

Carroux vs. Krege – die zwei deutschen Übersetzungen:

Margaret Carroux & E.-M. von Freymann (1969/70): Die Erstübersetzung. Carroux stand in brieflichem Kontakt mit Tolkien, besuchte ihn 1967 persönlich in Oxford und arbeitete mit seiner eigenen Namensgebungs-Liste (Nomenclature). Tolkien lobte die Übersetzung ausdrücklich. Viele Eigennamen wurden poetisch eingedeutscht (z.B. „Auenland“ für Shire, „Beutelsend“ für Bag End). Für viele ältere Leser ist dies die Übersetzung.

Wolfgang Krege (2000): Die Neuübersetzung. Krege übersetzte näher am englischen Original und führte konsequentere Quenya- und Sindarin-Begriffe ein. Stilistisch moderner, teils weniger poetisch. Ebenfalls bei Klett-Cotta.

Empfehlung: Wer den Herrn der Ringe zum ersten Mal liest, greift oft zur Carroux-Ausgabe wegen ihrer weicheren deutschen Sprache. Wer Tolkien tief kennt und mehr sprachliche Genauigkeit sucht, findet bei Krege eine interessante Alternative. Beide Ausgaben sind legitim und vollständig.

Inhaltsangabe Der Herr der Ringe – alle drei Teile im ÜberblickFrodo Beutlin – Der RingträgerSauron – Der Herr der Ringe


Bauer Giles von Ham (1949)

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Deutscher Titel Bauer Giles von Ham
Originaltitel Farmer Giles of Ham
Erschienen (Original) 1949 · Allen & Unwin, London
Erschienen (Deutsch) 1974 (Klett-Cotta)
Verlag (dt.) Klett-Cotta
ISBN (dt.) 978-3-608-93212-6 (in der Einzelausgabe; auch in Sammelbänden enthalten)
Seiten ca. 80
Genre Komische Erzählung / Parodie
Besonderheit Humoristische Geschichte; spielt in einem sagenhaften Alt-England

Inhalt: Bauer Giles lebt in einem Dorf in einem sagenhaften alten England. Eines Tages taucht ein Riese auf, den Giles versehentlich mit seiner alten Schrotflinte vertreibt. Dafür wird er zum Helden – und vom König aufgefordert, auch den Drachen Chrysophylax zu verjagen, der das Land bedroht. Eine humoristische Parodie auf mittelalterliche Heldengeschichten, in der der gewöhnliche Bauer als unfreiwilliger Held am besten abschneidet.


Die Abenteuer des Tom Bombadil (1962)

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Deutscher Titel Die Abenteuer des Tom Bombadil
Originaltitel The Adventures of Tom Bombadil and other verses from the Red Book
Erschienen (Original) 1962 · Allen & Unwin
Erschienen (Deutsch) 1980 (Klett-Cotta)
Verlag (dt.) Klett-Cotta
ISBN (dt.) 978-3-608-93217-1
Seiten ca. 120
Genre Gedichtsammlung
Besonderheit Lyrische Werke rund um das Auenland; fingiert als Hobbit-Liederbuch

Inhalt: Eine Sammlung von 16 Gedichten, die Tolkien als aus dem „Roten Buch der Westmark“ stammend fingiert – derselben Quelle wie Hobbit und Herr der Ringe. Das Eröffnungsgedicht erzählt von Tom Bombadils Abenteuern; weitere Gedichte beschreiben Begegnungen aus dem Hobbit-Universum. Das bekannteste ist das Abschieds-Gedicht Bilbos (The Road Goes Ever On).

Tom Bombadil – Das größte Rätsel im Herrn der Ringe


Der Schmied von Großholzingen (1967)

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Deutscher Titel Der Schmied von Großholzingen
Originaltitel Smith of Wootton Major
Erschienen (Original) 1967 · Allen & Unwin
Erschienen (Deutsch) 2005 (Klett-Cotta)
Verlag (dt.) Klett-Cotta
ISBN (dt.) 978-3-608-93406-9
Seiten ca. 60
Genre Kunstmärchen
Besonderheit Letztes zu Lebzeiten veröffentlichtes Werk Tolkiens

Inhalt: Ein junger Schmied erhält als Kind bei einem Festessen einen magischen Stern. Dieser Stern gibt ihm Zugang zum Feenreich – und er darf es Jahr für Jahr besuchen. Als er alt wird, muss er den Stern weitergeben. Tolkiens letztes zu Lebzeiten veröffentlichtes Werk gilt als sein persönlichste Erzählung – eine melancholische Geschichte über Schöpfung, Kreativität und den Abschied von der Fantastik.


Briefe vom Weihnachtsmann (1976)

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Deutscher Titel Briefe vom Weihnachtsmann
Originaltitel The Father Christmas Letters
Erschienen (Original) 1976 · Allen & Unwin
Erschienen (Deutsch) 1977 (Klett-Cotta)
Verlag (dt.) Klett-Cotta
ISBN (dt.) 978-3-608-93199-0
Seiten ca. 96
Genre Illustriertes Kinderbuch
Besonderheit Posthum veröffentlicht; Tolkien schrieb diese Briefe jährlich für seine Kinder

Inhalt: Von 1920 bis 1943 schrieb Tolkien seinen Kindern jeden Dezember einen handgeschriebenen Brief vom Weihnachtsmann, illustriert mit farbigen Zeichnungen vom Nordpol und seinen Bewohnern. Die Briefe berichten von Abenteuern mit den Nordpolaren Bären und dem Hauswichtel. Ein Zeugnis von Tolkiens künstlerischer Vielseitigkeit und väterlicher Zuneigung.


Das Silmarillion (1977)

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Deutscher Titel Das Silmarillion
Originaltitel The Silmarillion
Erschienen (Original) 19. September 1977 · Allen & Unwin
Erschienen (Deutsch) 1978 (Klett-Cotta)
Herausgeber Christopher Tolkien (posthum)
Übersetzer (dt.) Wolfgang Krege
Verlag (dt.) Klett-Cotta
ISBN (dt., Hardcover) 978-3-608-96195-9
Seiten ca. 400–420
Teile 5 (Ainulindalë, Valaquenta, Quenta Silmarillion, Akallabêth, Von den Ringen der Macht)
Besonderheit Tolkiens Mythologie; begonnen 1914; posthum hrsg. von Christopher Tolkien

Inhalt: Das Silmarillion ist Tolkiens mythologisches Hauptwerk – die Erschaffungsgeschichte der Welt, die Geschichte der Götter (Valar) und die Epen des Ersten Zeitalters. Im Zentrum stehen die drei heiligen Silmaril-Juwelen, die Morgoth stiehlt, und die Tragödien der Elben im Kampf um ihre Rückgewinnung. Es enthält unter anderem die Liebesgeschichte von Beren und Lúthien, die Kindertragödie Túrin Turambar und den Fall Gondolins.

Tolkien arbeitete an diesen Texten ab 1914 und betrachtete das Silmarillion als sein wichtigstes Werk. Er erlebte die Veröffentlichung nicht mehr; sein Sohn Christopher gab es 1977 posthum heraus.

Inhaltsangabe Das Silmarillion – vollständige Übersicht aller 5 TeileMelkor/Morgoth – Der erste Dunkle Herr


Nachrichten aus Mittelerde (1980)

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Deutscher Titel Nachrichten aus Mittelerde
Originaltitel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth
Erschienen (Original) 1980 · Allen & Unwin
Erschienen (Deutsch) 1983 (Klett-Cotta; Neuaufl. 2012)
Herausgeber Christopher Tolkien (posthum)
Übersetzer (dt.) Hans J. Schütz
Verlag (dt.) Klett-Cotta
ISBN (dt., Hardcover) 978-3-608-93975-0
Seiten ca. 720
Besonderheit Unveröffentlichte Texte aus allen drei Zeitaltern; mit umfangreichen Kommentaren

Inhalt: Eine Sammlung unveröffentlichter Texte Tolkiens aus allen drei Zeitaltern Mittelerdes – teils vollständig, teils Fragment. Enthält unter anderem die ausführlichste Geschichte von Tuor und dem Fall Gondolins, die Geschichte der Istari (Zauberer), detaillierte Geschichte von Númenor, Galadriel und Celeborn sowie weitere Hintergründe zu Ereignissen im Herrn der Ringe. Der Erfolg dieses Bandes veranlasste Christopher Tolkien zur Herausgabe der zwölfbändigen History of Middle-earth.

Gandalf – Hintergrund zu den Istari


Herr Glück (1982)

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Deutscher Titel Herr Glück
Originaltitel Mr. Bliss
Erschienen (Original) 1982 · Allen & Unwin
Erschienen (Deutsch) 1986 (Klett-Cotta)
Verlag (dt.) Klett-Cotta
ISBN (dt.) 978-3-608-93210-2
Seiten ca. 96
Genre Illustriertes Kinderbuch
Besonderheit Von Tolkien selbst handgeschrieben und illustriert; für seine Kinder

Inhalt: Herr Glück kauft sich sein erstes Auto und erlebt auf einer einfachen Fahrt zum Nachbarort ein Chaos aus Unfällen, verärgerten Nachbarn und Begegnungen mit einem Bären. Das Büchlein hat Tolkien selbst in seiner charakteristischen Handschrift verfasst und mit bunten Zeichnungen versehen – ein Zeugnis seines spielerischen Humors.


Roverandom (1998)

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Deutscher Titel Roverandom
Originaltitel Roverandom
Erschienen (Original) 1998 · HarperCollins
Erschienen (Deutsch) 2013 (Klett-Cotta)
Herausgeber Christina Scull & Wayne G. Hammond (posthum)
Verlag (dt.) Klett-Cotta
ISBN (dt.) 978-3-608-93836-4
Seiten ca. 150
Besonderheit Entstanden 1927 nach dem Verlust des Spielzeughundes seines Sohnes Michael

Inhalt: Ein kleiner Hund namens Rover wird von einem Zauberer in ein Spielzeug verwandelt. Er reist daraufhin zum Mond und unter das Meer, um den Zauberer zu finden und den Fluch rückgängig zu machen. Tolkien schrieb die Geschichte 1927, als sein Sohn Michael seinen geliebten Spielzeughund am Strand verloren hatte. Sie blieb bis 1998 unveröffentlicht.


Die Kinder Húrins (2007)

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Deutscher Titel Die Kinder Húrins
Originaltitel The Children of Húrin
Erschienen (Original) 2007 · HarperCollins
Erschienen (Deutsch) 2007 (Klett-Cotta; gleichzeitig mit Original)
Herausgeber Christopher Tolkien (posthum)
Übersetzer (dt.) Hans-Ulrich Möhring
Verlag (dt.) Klett-Cotta
ISBN (dt., Hardcover) 978-3-608-93817-3
Seiten ca. 340
Besonderheit Erste der drei „Großen Erzählungen“ als eigenständiges Buch; Illustrationen von Alan Lee

Inhalt: Die Tragödie Túrins, Sohnes des Helden Húrin aus dem Ersten Zeitalter. Morgoth flucht dem Gefangenen Húrin und seinen Nachkommen – und Túrin, tapfer und hochmütig, verstrickt sich trotz aller Kraft immer tiefer in sein Schicksal. Tolkien sah die Geschichte als sein düsterstes Werk; Vergleiche mit griechischer Tragödie und dem finnischen Kalevala (der Kullervo-Geschichte) sind von ihm selbst angedeutet. Christopher Tolkien stellte aus mehreren unvollständigen Fassungen eine kohärente Handlung zusammen.


Beren und Lúthien (2017)

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Deutscher Titel Beren und Lúthien
Originaltitel Beren and Lúthien
Erschienen (Original) 2017 · HarperCollins
Erschienen (Deutsch) 10. Juni 2017 (Klett-Cotta; gleichzeitig)
Herausgeber Christopher Tolkien (posthum)
Übersetzer (dt.) Hans-Ulrich Möhring
Verlag (dt.) Klett-Cotta
ISBN (dt., Hardcover) 978-3-608-96383-0
Seiten ca. 300
Besonderheit Zweite der drei Großen Erzählungen; Illustrationen von Alan Lee; Christopher Tolkiens letztes großes Editionsprojekt vor dem Fall von Gondolin

Inhalt: Die bedeutendste Liebesgeschichte Tolkiens – zwischen dem sterblichen Menschen Beren und der unsterblichen Elbin Lúthien, Tochter des Elbenkönigs Thingol. Als Brautpreis verlangt Thingol das Unmögliche: einen Silmaril aus Morgoths Eisenkrone. Das Buch enthält mehrere Versionen der Geschichte aus Tolkiens Manuskripten (1917 bis zu späten Überarbeitungen), um die Entstehung über 50 Jahre zu zeigen. Für Tolkien war die Geschichte autobiografisch: Auf seinem Grabstein steht „Beren“, auf dem seiner Frau Edith „Lúthien“.

Inhaltsangabe Beren und Lúthien – vollständige Zusammenfassung


Der Fall von Gondolin (2018)

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Deutscher Titel Der Fall von Gondolin
Originaltitel The Fall of Gondolin
Erschienen (Original) 30. August 2018 · HarperCollins
Erschienen (Deutsch) 2018 (Klett-Cotta; gleichzeitig)
Herausgeber Christopher Tolkien (posthum)
Übersetzer (dt.) Hans-Ulrich Möhring
Verlag (dt.) Klett-Cotta
ISBN (dt., Hardcover) 978-3-608-96378-6
Seiten ca. 320
Besonderheit Dritte der drei Großen Erzählungen; Tolkiens älteste Geschichte (1917); Christopher Tolkiens letztes Buch

Inhalt: Tolkiens älteste Geschichte überhaupt – 1917 in einem Armeelazarett begonnen. Sie erzählt vom Aufstieg und Untergang der verborgenen Elbenstadt Gondolin: gegründet von König Turgon, verraten von seinem Schwestersohn Maeglin und schließlich von Morgoths Heeren niedergebrannt. Der Held Glorfindel stirbt im Kampf mit einem Balrog, um die Flüchtlinge zu retten. Christopher Tolkien schloss das Buch 2018 im Alter von 93 Jahren ab – mit dem Satz: „In meinem 94. Lebensjahr ist Der Fall von Gondolin (zweifellos) das letzte.“

Inhaltsangabe Der Fall von Gondolin – vollständige ZusammenfassungGlorfindel – Balrogtöter aus Gondolin


Häufige Fragen zur Tolkien-Bibliographie

Wie viele Bücher hat J.R.R. Tolkien geschrieben?

Tolkien veröffentlichte zu Lebzeiten rund 10 eigenständige Werke, darunter Der Hobbit, Der Herr der Ringe und Bauer Giles von Ham. Posthum erschienen über 20 weitere Bücher und Bände, herausgegeben von seinem Sohn Christopher Tolkien – darunter Das Silmarillion, die Nachrichten aus Mittelerde, die drei Großen Erzählungen und die zwölfbändige History of Middle-earth. Insgesamt umfasst Tolkiens Bibliographie weit über 30 eigenständige Titel.

Was ist das erste Tolkien-Buch, das man lesen sollte?

Empfehlung für Einsteiger: Der Hobbit – als kürzeres, zugänglicheres Werk, das gleichzeitig die Vorgeschichte zum Herrn der Ringe erzählt. Dann Der Herr der Ringe als Hauptwerk. Das Silmarillion ist am besten zugänglich, wenn man die anderen Bücher bereits kennt.

In welcher Reihenfolge sollte man Tolkiens Bücher lesen?

Empfohlene Lesereihenfolge nach Erstveröffentlichung:

  1. Der Hobbit (1937)
  2. Der Herr der Ringe (1954/55)
  3. Das Silmarillion (1977)
  4. Nachrichten aus Mittelerde (1980)
  5. Die Kinder Húrins (2007)
  6. Beren und Lúthien (2017)
  7. Der Fall von Gondolin (2018).

Die kürzeren Erzählungen (Bauer Giles, Schmied von Großholzingen) lassen sich jederzeit zwischendurch lesen.

Welche Tolkien-Bücher gibt es auf Deutsch?

Alle Hauptwerke sind auf Deutsch bei Klett-Cotta erschienen. Die zwölfbändige History of Middle-earth existiert nur in den ersten zwei Bänden auf Deutsch (Das Buch der verschollenen Geschichten 1+2). Bände 3–12 sind bisher nur auf Englisch erhältlich.


Alle bibliographischen Angaben dieser Seite basieren auf den veröffentlichten Verlagsangaben von Klett-Cotta sowie Informationen der Deutschen Tolkien Gesellschaft. ISBNs beziehen sich auf die aktuell gängige deutsche Standardausgabe (Hardcover soweit vorhanden). Bei Sonderausgaben und Luxusausgaben können die ISBNs abweichen.