Gimli (Khuzdul/Westron) ist der Vertreter der Zwerge unter den neun Gefährten des Ringes in J.R.R. Tolkiens Der Herr der Ringe. Er ist der Sohn Glóins – eines der dreizehn Zwerge, die mit Bilbo Beutlin zum Einsamen Berg zogen – und gehört dem Volk Durins, den Langhärtigen, an. Gimli beginnt seine Reise als stolzer, misstrauischer Zwerg, dem Elben gegenüber tief skeptisch. Er endet sie als einziger Zwerg in der Geschichte Mittelerdes, dem je die Fahrt nach Valinor vergönnt war – und als bester Freund eines Elben.
Wer ist Gimli? – Der Zwerg im Herrn der Ringe
Wie heißt der Zwerg im Herrn der Ringe? Der Zwerg in der Gemeinschaft des Rings heißt Gimli, Sohn des Glóin – auch bezeichnet als Gimli Glóins Sohn (Gimli Gloins Son). Er ist ein Zwerg aus dem Haus Durins und gehört dem Volk der Zwerge von Erebor (dem Einsamen Berg) an.
Tolkien beschreibt Zwerge im Herrn der Ringe als ein gedrungenes, kräftiges, breitschultriges Volk. Gimli trägt eine zweischneidige Axt – die Waffe, mit der er die meisten seiner Kämpfe bestreitet – sowie einen Helm und Kettenrüstung.
Steckbrief
| Eigenschaft | Angabe |
|---|---|
| Voller Name | Gimli, Sohn des Glóin |
| Volk | Zwerg – Durin-Volk (Langbärtige), Zwerge von Erebor |
| Geboren | 2879 D.Z. |
| Vater | Glóin (einer der 13 Zwerge im Hobbit) |
| Großvater | Gróin |
| Waffe | Zweischneidige Streitaxt |
| Beiname | Elbenfreund (Elvellon) |
| Titel nach Ringkrieg | Herr der Glitzernden Grotten von Aglarond |
| Alter beim Ringkrieg | ca. 139 Jahre |
Wie alt ist Gimli? Wie groß ist er?
Alter: Gimli wurde 2879 D.Z. geboren. Im Ringkrieg (3018–3019 D.Z.) ist er 139 Jahre alt. Das klingt für menschliche Ohren enorm – für einen Zwerg ist es junges Mannesalter. Zwerge können 250–300 Jahre alt werden; Gimli war im Ringkrieg noch vergleichsweise jung für sein Volk.
Größe: Tolkien nennt keine exakte Größe für Gimli. Zwerge werden im Prolog des Herrn der Ringe als kleiner als die meisten Menschen beschrieben – in der Regel zwischen 1,20 und 1,50 Meter. Gimli gilt als typischer Vertreter seines Volkes. Er ist damit deutlich kleiner als Aragorn, aber größer als die Hobbits.
Wer ist Gimlis Vater?
Gimlis Vater ist Glóin – einer der berühmtesten Zwerge Mittelerdes, weil er einer der dreizehn Gefährten Bilbo Beutlins in Tolkiens Roman Der Hobbit (1937) war. Glóin ist damit ein direkter Verbindungspunkt zwischen den beiden Tolkien-Hauptwerken.
Im Herrn der Ringe kommt Glóin als älterer Zwerg zum Rat von Elrond in Bruchtal – als Vertreter des Volkes von Erebor. Er und Gimli reisten gemeinsam dorthin. Tolkien macht diese Verbindung bewusst: Durch Gimli sind die Ereignisse des Hobbit direkt mit dem Ringkrieg verknüpft.
Gimlis Großvater war Gróin, und sein Urgroßvater war Óin – der Bruder Gloíns aus dem Hobbit. Die Familie ist tief in der Geschichte des Einsamen Berges verwurzelt.
Kommt Gimli im Hobbit vor?
Gimli selbst tritt im Roman Der Hobbit (1937) nicht auf. Die dreizehn Zwerge in Bilbos Reise zum Einsamen Berg sind andere Mitglieder des Durin-Volkes. Allerdings war Gimlis Vater Glóin einer dieser dreizehn Zwerge – er ist also durch seinen Vater direkt mit den Ereignissen des Hobbit verbunden.
Zur Zeit der Hobbit-Reise (2941 D.Z.) war Gimli 62 Jahre alt – noch ein junger Zwerg, der in Erebor aufwuchs, während sein Vater auf Abenteuern war.
Gimli beim Rat von Elrond und in der Gemeinschaft
König Dáin II. Eisenfuß schickte Glóin und Gimli als Boten zu Elrond nach Bruchtal – um über die Botschaft Saurons zu berichten, der nach Bilbos Ring gefragt hatte. Beim Rat von Elrond (Buch II, Kapitel 2) nahm Gimli teil. Als Frodo den Ring anbot und Gimli ihn mit seiner Axt zerschlagen wollte, zersplitterte die Axt am Ring. Die Szene zeigt Tolkiens Charakterisierung Gimlis: impulsiv, tapfer und direkt.
Als die neun Gefährten des Rings zusammengestellt wurden, repräsentierte Gimli die Zwerge. Er bestieg den Caradhras, litt im Schneesturm und plädierte für die Route durch die Minen von Moria – sein angestammtes Zwergenreich.
Gimli in Moria – Balin und das Grab
In Moria erwartete Gimli eine bittere Entdeckung: Er hoffte, sein Verwandter Balin (ein weiterer Veteran der Hobbit-Reise) und seine Zwergensiedlung dort anzutreffen. Stattdessen fand die Gemeinschaft Balins Grab – und die Aufzeichnungen des letzten Widerstands:
„Wir können nicht entkommen. Sie kommen. […] Drumm! Drumm! In den Tiefen!“ — Der Herr der Ringe, Buch II, Kapitel 4 „Eine Reise im Dunkeln“ (aus dem Buch der Mazarbul, sinngemäß)
Gimlis Trauer um Balin – Schweigen, dann der Wunsch der anderen, ihn zu trösten – ist einer der stillen, berührenden Momente des Buches.
Gimli und Galadriel – Die Verwandlung eines Zwerges
Die Begegnung in Lothlórien veränderte Gimli dauerhaft. Er betrat Lórien tief skeptisch gegenüber Elben – und wurde von der Schönheit Galadriels erschüttert wie kein anderes Wesen der Gefährtenschaft.
Als Galadriel die Gefährten beim Abschied nach Wünschen fragte, begehrte Gimli nichts – oder, wenn sie erlauben würde, eine einzige Strähne ihres Haares. Galadriel schenkte ihm drei Strähnen. Tolkien lässt Galadriel dazu sagen:
„Ich weissage nicht, denn alles Weissagen ist jetzt vergebens. Aber wenn die Hoffnung nicht trügen sollte, dann sage ich zu Euch, Gimli, Glóins Sohn, dass Eure Hände überfließen sollen von Gold und doch das Gold über Euch keine Macht haben wird.“ — Der Herr der Ringe, Buch II, Kapitel 8 „Abschied von Lórien“
Gimli ließ die Strähnen in Gold fassen – als Erbstück und Unterpfand der Freundschaft zwischen Berg und Wald bis ans Ende der Zeiten. Wer danach auch nur andeutete, Galadriel stehe den Elben nach, hatte Gimlis Axt zu fürchten.
Tolkien vermerkt dabei eine historische Parallele: Fëanor, der mächtigste Schmied der Elben, hatte Galadriel dreimal um eine Haarsträhne gebeten – und dreimal wurde er abgewiesen. Gimli, ein Zwerg, erhielt drei Strähnen. Was dem größten Noldo verweigert worden war, erhielt der Zwerg aus Liebe.
Gimlis Schlachten – 42 bei Helms Klamm
Nach der Auflösung der Gemeinschaft am Nen Hithoel begleitete Gimli Aragorn und Legolas bei der Suche nach Merry und Pippin. Er kämpfte in allen entscheidenden Schlachten:
Helms Klamm (Buch III, Kapitel 7): Gimli und Legolas teilten ihr berühmtes Zähl-Duell:
„Meine Zählung steht auf zweiundvierzig“, sagte Legolas. „Wie steht es bei dir?“ „Einundvierzig“, antwortete Gimli. „Ach! Meine Axt hat eine Kerbe. Der zweiundvierzigste hatte einen Halsring aus Stahl. Aber noch immer bin ich einen zurück.“ — Der Herr der Ringe, Buch III, Kapitel 8 „Der Weg nach Isengart“ (sinngemäß)
Pfade der Toten: Gimli begleitete Aragorn durch den Dwimorberg und war einer der wenigen, die den Gang der Toten überstanden.
Pelennorfelder und das Schwarze Tor: Er kämpfte an Aragorns Seite bis zum Schluss – und rettete am Schwarzen Tor Pippin das Leben, als ein erschlagener Troll ihn zu begraben drohte.
Ist Gimli der letzte Zwerg?
Nein – Gimli ist nicht der letzte Zwerg. Das Volk der Zwerge existierte nach dem Ringkrieg weiter, insbesondere rund um den Einsamen Berg (Erebor) und die Eisernen Hügel. Was Gimli einzigartig macht, ist etwas anderes: Er ist der einzige Zwerg in der gesamten Geschichte Mittelerdes, dem je die Fahrt nach Valinor vergönnt war.
Gimli nach dem Ringkrieg – Herr der Glitzernden Grotten
Nach dem Sturz Saurons siedelte Gimli mit einer Gruppe Zwerge vom Einsamen Berg in den Glitzernden Grotten von Aglarond – jenem sagenhaften Höhlensystem tief unter Helms Klamm. Diese Höhlen hatte er als erster der Gefährten entdeckt und mit unverhohlenem Staunen beschrieben:
„Mein Volk kennt die Erde, die Felsen, die Stollen. Aber diese Grotten – sie sind wie Träume von Stein. Kein Zwerg könnte sie sich so ausdenken, und kein Elb sie schaffen.“ — Sinngemäß nach Gimlis Beschreibung in Buch III, Kapitel 8
Als Herr der Glitzernden Grotten von Aglarond wurde Gimli und seine Sippe zu den berühmtesten Schmieden und Steinmetzen des Wiedervereinigten Königreiches. Sie schufen unter anderem Tore für Minas Tirith.
Auf dem Rückweg nach Norden lösten Gimli und Legolas ihre gegenseitigen Versprechen ein: Gimli besuchte mit Legolas den Fangornwald, und Legolas bestaunte Gimlis Glitzernde Grotten.
Gimli und Legolas – Eine Freundschaft zwischen den Welten
Die Freundschaft zwischen Gimli und Legolas Grünblatt ist eine der bewegendsten im gesamten Werk Tolkiens – weil sie etwas scheinbar Unmögliches überwindet: Elben und Zwerge hegten seit dem Ersten Zeitalter tiefes Misstrauen gegeneinander, das in Blut und altem Unrecht wurzelte.
Tolkien gestaltet die Annäherung als langsamen Prozess: In Bruchtal noch feindselig, in Moria respektierend, nach Lórien zunehmend vertraut, nach Helms Klamm echte Freunde. Das Zähl-Duell der Erschlagenen war scherzhaft – aber dahinter stand echter Einsatz füreinander.
Am Ende des Ringkriegs war ihre Verbindung so tief, dass Legolas Gimli als einzigen Zwerg in der Geschichte nach Valinor mitnahm. Der Herr der Ringe hält im Anhang (Durins Volk) fest:
„Wir haben gehört, dass Legolas Gimli, Glóins Sohn, mitnahm wegen ihrer großen Freundschaft, die größer war als jede, die es je zwischen Elb und Zwerg gegeben hat. Wenn das stimmt, dann ist es wahrlich seltsam: dass ein Zwerg um einer Liebe willen bereit ist, Mittelerde zu verlassen […] aber es heißt, dass Gimli auch deshalb ging, weil er den Wunsch hatte, Galadriels Schönheit wiederzusehen.“ — Der Herr der Ringe, Anhang A, „Durins Volk“
Gimlis Beiname – Elbenfreund
Wegen seiner einzigartigen Verbindung zu Legolas und seiner Liebe zu Galadriel erhielt Gimli den Beinamen Elvellon (Sindarin: „Elbenfreund“) – ein Titel, den zuvor kein Zwerg getragen hatte. Es war die größte Ehrung, die Elben einem Zwerg geben konnten.
Buchquellen
| Werk | Relevanz |
|---|---|
| Der Herr der Ringe, Buch II, Kapitel 2 | Rat von Elrond; Gimli versucht den Ring mit der Axt zu zerschlagen |
| Der Herr der Ringe, Buch II, Kapitel 4 | Moria; Balins Grab |
| Der Herr der Ringe, Buch II, Kapitel 8 | Galadriels Haarsträhnen |
| Der Herr der Ringe, Buch III, Kapitel 7–8 | Helms Klamm; das Zähl-Duell |
| Der Herr der Ringe, Anhang A, „Durins Volk“ | Gimlis Fahrt nach Valinor; Elvellon |
| Der Hobbit (1937) | Glóin, Gimlis Vater, als einer der 13 Zwerge |
Weiterführende Seiten
- Legolas Grünblatt – Gimlis bester Freund und Gefährte
- Galadriel – Herrin Lóriens, die Gimli drei Haarsträhnen schenkte
- Aragorn – Gimlis Kampfgefährte
- Die Zwerge in Tolkiens Welt
Häufige Fragen zu Gimli
Wer ist Gimli?
Gimli ist ein Zwerg aus dem Durin-Volk und Vertreter der Zwerge unter den neun Gefährten des Rings in Tolkiens Der Herr der Ringe. Er ist der Sohn von Glóin – einem der dreizehn Zwerge, die im Hobbit mit Bilbo Beutlin zum Einsamen Berg zogen. Nach dem Ringkrieg wurde er Herr der Glitzernden Grotten von Aglarond und als einziger Zwerg in Valinor aufgenommen.
Wie heißt der Zwerg im Herrn der Ringe?
Der Zwerg in der Gemeinschaft des Rings heißt Gimli, Sohn des Glóin – auch „Gimli Glóins Sohn“ oder kurz: Gimli. Er trägt den Beinamen Elvellon (Elbenfreund) wegen seiner einzigartigen Freundschaft mit dem Elben Legolas.
Wer ist Gimlis Vater?
Gimlis Vater ist Glóin – einer der dreizehn Zwerge, die im Roman Der Hobbit (1937) mit Bilbo Beutlin zum Einsamen Berg zogen. Glóin nahm auch am Rat von Elrond teil, wo er und Gimli gemeinsam über die Botschaft Saurons berichteten.
→ Legolas Grünblatt – Gimlis bester Freund
Wie alt ist Gimli im Herrn der Ringe?
Gimli wurde 2879 D.Z. geboren. Zur Zeit des Ringkriegs (3018–3019 D.Z.) ist er 139 Jahre alt – für einen Zwerg noch junges Mannesalter, da Zwerge 250–300 Jahre alt werden können.
Kommt Gimli im Hobbit vor?
Gimli selbst erscheint im Roman Der Hobbit nicht. Sein Vater Glóin ist jedoch einer der dreizehn Zwerge in Bilbos Reise. Zur Zeit der Hobbit-Ereignisse (2941 D.Z.) war Gimli 62 Jahre alt und lebte in Erebor, während sein Vater auf Abenteuer zog.
Ist Gimli der letzte Zwerg?
Nein – das Volk der Zwerge existierte nach dem Ringkrieg weiter, besonders rund um Erebor und die Eisernen Hügel. Was Gimli einzigartig macht: Er ist der einzige Zwerg in der gesamten Geschichte Mittelerdes, dem je die Fahrt nach Valinor vergönnt war.
Was sind die Glitzernden Grotten von Aglarond?
Aglarond ist ein sagenhaftes Höhlensystem tief unter Helms Klamm. Gimli entdeckte es beim Ringkrieg und war von seiner Schönheit so fasziniert, dass er nach dem Krieg mit einer Gruppe Zwerge dorthin zog. Als Herr der Glitzernden Grotten wurden er und seine Sippe die berühmtesten Schmiede des Wiedervereinigten Königreiches.
→ Legolas Grünblatt – Der die Grotten im Gegenzug besuchte
Was hat Gimli mit Galadriel zu tun?
In Lothlórien wurde Gimli von Galadriels Schönheit tief erschüttert. Beim Abschied bat er als einzigen Wunsch um eine Strähne ihres Haares – Galadriel gab ihm drei. Diese ließ Gimli in Gold fassen als Erbstück seines Hauses. Die Begegnung verwandelte Gimli dauerhaft: Er wurde von einem zwergischen Elben-Skeptiker zum leidenschaftlichsten Verteidiger Galadriels.
Segelte Gimli nach Valinor?
Ja – im Jahr 120 des Vierten Zeitalters fuhr Gimli gemeinsam mit Legolas von den Grauen Anfurten nach Valinor. Er ist damit der erste und einzige Zwerg in der Geschichte Mittelerdes, dem diese Reise je vergönnt war. Tolkien deutet an, dass Galadriels Einfluss dabei half, dieses Vorrecht für Gimli zu erlangen.
Warum heißt Gimli Elbenfreund?
Den Ehrenbeinamen Elvellon (Sindarin: „Elbenfreund“) erhielt Gimli wegen seiner einzigartigen Freundschaft mit Legolas – der tiefsten Freundschaft zwischen Elb und Zwerg in der Geschichte Mittelerdes – und wegen seiner Verehrung für Galadriel. Kein Zwerg hatte diesen Titel je zuvor getragen.
Alle Informationen dieser Seite basieren ausschließlich auf J.R.R. Tolkiens Büchern – „Der Herr der Ringe“ (1954/55), „Der Hobbit“ (1937) und den Anhängen. Sinngemäße Wiedergaben aus dem Englischen sind als solche gekennzeichnet. Filmadaptionen wurden nicht als Quellen herangezogen.