Inhaltsverzeichnis

Namen und Bedeutung

  • Minas Anor: Turm der Sonne
  • Minas Tirith: Turm der Wache
  • Minas Ithil: Turm des Mondes
  • Minas Morgul: Turm der Schwarzen Magie

Geschichte

Minas Anor war Anárions Festung. Sie ist am Fuß des Mindolluin erbaut worden. Nachdem 1636 DZ die Pest die Hälfte der Bevölkerung Osgiliaths ausgelöscht hatte, verlegte König Tarondor 1640 DZ seinen Sitz nach Minas Anor und Minas Anor wurde zur Hauptstadt Gondors.
Im Jahre 1900 DZ wurde der Weiße Turm im siebten Ring der Stadt von König Calimehtar errichtet.

Im Jahr 2002 DZ fiel Minas Anors Zwillingsstadt Minas Ithil in die Hand Saurons und wurde in Minas Morgul umbenannt. Daraufhin wurde auch Minas Anors Name geändert. Die Stadt hieß von nun an Minas Tirith, Turm der Wache. Dies war eine passende Bezeichnung, denn von dieser Stadt wurde über 1000 Jahre lang über die bösen Mächte Saurons gewacht, der Gondor vom Osten her bedrohte.

Doch Gondors Königsgeschlecht erlosch im Lauf des Dritten Zeitalters und die Regierung wurde ab 2050 DZ von den Truchsessen übernommen, einem Amt, das von Vater zu Sohn vererbt wurde.

Im Jahr 2698 DZ ließ der herrschende Truchsess Ecthelion I. die Verteidigungsanlagen von Minas Tirith verstärken, baute den Weißen Turm wieder auf und während des Ringkrieges war Minas Tirith eine der mächtigsten Festungen und blieb unerobert, denn Dank Gandalfs Hilfe, kam selbst der Hexenkönig von Morgul nur durch das erste der sieben Tore.

Nach dem Ringkrieg nahm Aragorn II. hier seinen rechtmäßigen Sitz als König Gondors und Arnors ein.

Die Festung

Die Stadt Minas Tirith ist eine gewaltige Festung. Sie ist in sieben nach oben ansteigenden Ringen auf einem Felsvorsprung des Mindolluin erbaut worden. Die Tore zwischen den Ringen sind jeweils nach Süden und Norden versetzt. Nur das Außentor und das Tor zum siebten Ring blicken nach Osten. Die Mauer des ersten Ringes ist aus demselben schwarzen Stein wie der Orthanc gefertigt.

Die Ringe boten genügend Platz für die Hauptstraße und ein oder zwei kleine Gassen und für mindestens zwei Gebäudereihen. Es gab nur wenige besondere Gebäude in den ersten sechs Ringen der Stadt, die hervorgehoben waren.

Im ersten Ring befand sich das alte Gästehaus. Dort traf Pippin Beregonds Sohn zum ersten Mal. Im sechsten Ring lagen die Stallungen und die Häuser der Heilung. Die Häuser der Heilung befanden sich im sechsten Ring auf der südlichen Mauer, doch sie lagen so weit östlich, dass man von dort aus mit scharfen Augen zum Morannon blicken konnte, so wie es Éowyn und Faramir während des Ringkrieges getan hatten.

Die Veste

Der siebte Ring Minas Tiriths wurde die Veste genannt. Dort stand der Weiße Turm und die Herrscherfamilie lebte dort. Viele Gebäude waren dort drinnen im siebten Ring, aber nur wenige sind bekannt. Merethrond (die große Festhalle), das Haus des Königs, und andere Gebäude standen dort und sie drängten sich um den Platz des Springbrunnens, wo auch der Weiße Baum seinen Platz hatte. Andere Wohnräume waren in die Mauern des siebten Ringes eingebaut, so wie die, in denen Pippin und Gandalf während des Ringkrieges untergebracht waren. In der Mitte der Veste erhob sich der Weiße Turm.

Der Weiße Turm

Pippin stieß einen lauten Schrei aus, denn da stand Ecthelions Turm, hoch über die obersten Mauern aufragend, strahlend am Himmel wie ein Dolch von Silber und Perlen, groß, schlank und zierlich, an der Spitze glitzernd wie von Kristallen; und auf den Mauerzinnen entrollten sich weiße Banner flatternd im Morgenwind; und trotz der Entfernung drang von dort oben rein und klar ein Schall wie von silbernen Trompeten herab.

So sah der Weiße Turm aus, nachdem Ecthelion der I., Truchsess von Gondor, ihn 2698 DZ wiederaufgebaut hatte (Infos darüber, dass er zerstört wurde, konnte ich nirgends finden). Er war ca. 100m hoch und schon von weitem zu erkennen. In ihm befanden sich Vorratsräume, im Untergeschoss Speisesäle für die Turmwache und um die große Halle im Innern waren kleinere Beratungsräume angeordnet.

Versteckt, unter der Turmspitze war ein kleiner Raum und war einer der sieben Palantíri. Denethor II. benutzte ihn während dem Ringkrieg und sah das Leid und gab auf. Er verbrannte sich daraufhin auf einem Scheiterhaufen, den Palantír in der Hand.

Der Weiße Baum

Der Weiße Baum war immer Zeichen des Könighauses von Gondor gewesen. Als Minas Tirith 1640 DZ Hauptstadt wurde, pflanzte König Tarondor dort einen Sämling des Weißen Baumes. Doch der letzte Weisse Baum verdorrte im Jahr 2852 DZ und wurde stehen gelassen.

Mit Gandalfs Hilfe fand König Elessar (Aragorn II.) nach dem Ringkrieg auf dem Berg Mindolluin einen Schössling und pflanzte ihn vor dem Weißen Turm ein.

Die Grüfte

Die Grüfte waren ein vollständig ummauerter Bezirk. Man konnte nur durch Fen Hollen, die Verschlossene Tür, und über Rath Dínen, die Stille Straße, vom sechsten Ring aus dorthin gelangen. Die Grüfte waren ein heiliger Bezirk, denn dort lagen die toten Könige und die toten Truchsessen aufgebahrt und einbalsamiert. Die Ruhe dort durfte nicht gestört werden und keine Lebenden durften dort hin, außer sie brachten einen toten König oder Truchsess.

Im Ringkrieg wurde die Ruhe jedoch durch Denethor II. gestört, der sich und seinen Sohn Faramir hier verbrennen wollte.

Der Pelennor

Die Landschaft außerhalb Minas Tiriths erster Mauer und innerhalb des Rammas Echor wurde Pelennor genannt. Der Pelennor war fruchtbares und schönes Land, das von vielen Gräben vom Hochland bis zum Anduin durchzogen war. Hier lebten nicht viele Menschen, denn die meisten leben innerhalb der Mauern von Minas Tirith oder in den Regionen Lossarnachs.

Die wenigen Menschen, die hier lebten, waren von kleiner Statur. Sie waren Nachfahren, der Menschen, die im Schattengebirge lebten, bevor die Könige aus dem Westen übers Meer kamen. Inzwischen werden sie aber auch als Menschen Gondors bezeichnet.

Auf dem Pelennor wurde im Ringkrieg eine große Schlacht geschlagen. Genaueres wird darüber in dem Thema Gondor von Lucida berichtet.

Rammas Echor

Der Wall der den Pelennor und Minas Tirith umgab, wurde Rammas Echor genannt. Nachdem Ithilien in die Hand Saurons gefallen war, haben ihn die Bewohner Gondors mit großer Mühe erbaut.

Der Wall führt vom Fuß des Mindolluin im Süden rund um die Stadt und den Pelennor und eine ca. 7 Meilen lange Strecke zurück zu den Hügeln am Fuß des Nordtors von Fornost und der großen West Straße im Nord-Westen.

Am nächsten Punkt ist der Wall nur eine 1 Meile von Minas Tiriths erster Mauer entfernt, der entfernteste Punkt ist von der ersten Mauer ca. 3 Meilen entfernt. An dieser Stelle ist der Wall sehr hoch und stark, da dort das Tor zur Straße und Brücke nach Osgiliath ist. Das Tor ist bewacht und von zwei Wachtürmen flankiert.